In Wangen bleibt
man hangen

St.-Martins-Kirche u. "Seelenmal"

Die St.-Martins-Kirche gehört zu den ältesten Baudenkmälern der Stadt. Ihr Turm reicht bis in die Hohenstaufenzeit zurück. Er ist bis zur Glockenstube in unregelmäßigen romanischen Findlingssteinen gemauert. Auch die östliche Giebelwand des Mitschiffs geht in die Zeit des romanischen Baustils zurück. Etwa ein Jahrhundert später (1386) wurde der gotische Chor errichtet.

Die Schiffe und der gotische Teil des Turms mit den spitzen Fenstern bekamen im 15. Jahrhundert ihre heutige Form. Die über dem Westportal angebrachte Jahreszahl 1468 zeigt wohl den Abschluss der damaligen Erneuerung an.

Hinter der Stadtpfarrkirche, auf dem Kirchplatz, dem früheren Friedhof von St. Martin, steht seit Juli, 2002 die sechs Meter hohe Skulptur des "Seelenmals". Eine Metallgussplatte mit folgender Inschrift erklärt die Skulptur:

Auf dem ältesten Gottesacker bei der Martinskirche bestatteten die Wangener über viele Jahrhunderte ihre Verstorbenen, weit über den Tod hinaus beteten hier Generationen für das Seelenheil der Vorausgegangenen. Nach altem Brauch wurden an den Jahrtagen der Verstorbenen und an Allerseelen Seelen-Brote gestiftet und über den Gräbern an die Armen gereicht.

Daran erinnert das Seelen-Mal inmitten eines Labyrinths, dessen verschlungener Pfad zum Grab führt. Die Figurenschalen stehen für das Kommen und Gehen von Menschen.

Während der Totenschädel als Memento Mori die irdische Vergänglichkeit anmahnt. Die Doppelhelix verbindet mit ihren Seelen-Sprossen irdische und geistige Welt und weist auf ewiges Leben und Auferstehung hin.

Das Seelen-Mal wurde erdacht und geschaffen von Ubbo Enninga, initiiert von Oberbürgermeister Jörg Leist, gestiftet und der Bürgerschaft übergeben von Erwin Hymer und Fritz Lang, aufgestellt vom 1.-3. Juli und eingeweiht am 7. Juli 2002 durch Dekan Wilhelm Wahl.

Historische Ansicht

3-Modell

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