In Wangen bleibt
man hangen
Naturschutzgebiete

Drumlins und Toteislöcher

Ein typisches Phänomen der jungen Glaziallandschaft sind die Drumlins. Dies sind tropfenförmige Hügel, die subglazial, das heißt auf der Ebene der Grundmoräne aus dem Untergrund herausmodelliert wurden. Die Anordnung der Drumlinfelder in der Landschaft richtet sich nach der Bewegungsrichtung der Eismassen. Sie treten gehäuft im südlichen Teil des Planungsgebietes auf, zwischen Unterer und Oberer Argen noch in Richtung Norden, südlich davon Richtung Nordwesten ausgerichtet.

Neben diesen charakteristischen Erhebungen verdanken auch Hohlformen in Wangen ihre Entstehung ebenfalls dem Eis selbst. Vom schwindenden Gletscher brachen häufig riesige Eisblöcke ab, die von Grundmoränen- oder Schmelzwassermaterial überdeckt und damit vor der Sonneneinstrahlung isoliert wurden. Sie blieben als „Toteis“ zurück und schmolzen erst im Laufe der Jahrhunderte langsam ab. So entstanden mit zeitlicher Verzögerung glaziale Hohlformen, die je nach Durchlässigkeit des Untergrundes als trockene oder vermoorte Mulden oder „Toteis“-seen die Landschaft bereichern.

Beispielsweise entstand auf diese Weise parallel zur Seitenmoräne der Karbachgletscherzunge, welche heute den Westrand des namensgleichen Tales bildet, ein schmales Band an Kleinstmooren. Besonders ausgedehnte, heute häufig noch wassergefüllte Beispiele wie etwa den Mittelsee finden sich dagegen zwischen den Drumlinfeldern im Süden der Gemarkung.