Einfach Ankommen
und Wohlfühlen

Skulpturen

In Wangen gibt es neben den schönen Brunnen auch einige sehenswerte Kunstobjekte im öffentlichen Raum:

Der Wahrheitssucher

Der Wahrheitssucher vor dem Kornhauseingang will alle Vorübergehenden und Büchereibesucher dazu ermuntern, ihr Wissen ständig zu ergänzen und so der Wahrheit näherzukommen. Der Stapel der über einem Wangen-Buch aufeinandergelegten Bände umfasst Werke der Weltliteratur von Philosophen wie Wilhelm von Humboldt, Sokrates und Platon, von Dichtern wie Homer, Sappho, Dante Alighieri und Johann Wolfgang von Goethe sowie die heiligen Schriften des Islam, der Juden und der Christen.

Der Wahrheitssucher selbst hat das magische Quadrat der aus Pompeij überlieferten Zauberformel aufgeschlagen und sucht ihr bis heute nicht eindeutig geklärtes Geheimnis zu ergründen. Die lebensgroße Bronze-Skulptur wurde von Gisela Steimle aus Bad Urach-Sirchingen geschaffen und im September 1990 der Öffentlichkeit übergeben. 

 

Seelenmal

Die von Ubbo Enninga geschaffene Skulptur „das Seelenmal“ steht hinter der katholischen Stadtpfarrkirche St. Martin. Sie befasst sich mit dem Tod. In der Altstadt könnte es vermutlich keinen besseren Standort für die Auseinandersetzung mit diesem Thema geben. Denn auf dem ältesten Gottesacker der Stadt bei der Martinskirche bestatteten die Wangener über viele Jahrhunderte ihre Verstorbenen. Nach altem Brauch wurden an den Jahrtagen der Verstorbenen und an Allerseelen Seelen-Brote gestiftet und über den Gräbern an die Armen gereicht.  

Daran erinnert das sechs Meter hohe Seelen-Mal inmitten eines Labyrinths, dessen verschlungener Pfad zum Grab führt. Die Figurenschalen stehen für das Kommen und Gehen von Menschen. Während der Totenschädel als Memento Mori die irdische Vergänglichkeit anmahnt. Die Doppelhelix verbindet mit ihren Seelen-Sprossen irdische und geistige Welt und weist auf ewiges Leben und Auferstehung hin.

 

Der "Taugenichts"

Das Bronzedenkmal für Joseph von Eichendorff steht am Eingang zur Stadt in der hübschen Anlage am Durchgang der Stadtmauer beim Museumscafé.  Der "Taugenichts" ist die bedeutendste literarische Figur, die der schlesische Autor geschaffen hat. Die Skulptur setzt nicht nur dem Dichter ein Denkmal, sondern verweist an diesem Ort auch auf das Deutsche Eichendorff-Museum, das in dem benachbarten Färbergebäude untergebracht ist.