Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Donnerstag, 18. Mai 2017

Christian Schüle liest über den Begriff "Heimat"

Foto Christian Schüle (© Markus Röleke)

Der Autor Christian Schüle präsentiert am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 20 Uhr in der Stadtbücherei sein neues Buch „Heimat. Ein Phantomschmerz“, das zu Monatsbeginn erschienen ist.

Christian Schüle, geboren 1970 in Friedrichshafen, aufgewachsen in Wangen im Allgäu studierte Philosophie, Soziologie und Politische Theorie an den Universitäten München und Wien.
Er war Redakteur im Dossier der Wochenzeitung DIE ZEIT, wurde für seine Reportagen und Feuilletons mehrfach ausgezeichnet, ist Autor für ZEIT, mare, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und Bayerischer Rundfunk und lebt als freier Schriftsteller, Essayist und Publizist in Hamburg. Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag für Kulturwissenschaft an der Berliner Universität der Künste.
Unter seinen Büchern sind der Roman „Das Ende unserer Tage“ sowie die Essays „Deutschlandvermessung“, „Vom Ich zum Wir“, „Was ist Gerechtigkeit heute?“.
„Einer der besten politischen Feuilletonisten Deutschlands“ SWR über Christian Schüle

Info: Die Lesung veranstaltet der Kulturverein Kultrast in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei n der Veranstaltungsreihe „Heimspiel“. Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbücherei im Kornhaus, 88239 Wangen im Allgäu, Telefonnummer: 07522-74120 und info@buecherei-wangen.de

Zum Buch:

Was unsere Sehnsucht nach Heimat mit uns macht - eine Zeit-Diagnose. Heimat ist auch heute möglich – aber nicht durch die Beschwörung des Vergangenen, sagt der Feuilletonist, Philosoph und Publizist Christian Schüle. Er beschreibt den Verlust des Vertrauten und den Mangel an Vertrauen. Beides bestimmt die aktuelle Diskussion um den Begriff Heimat und schürt die Angst vor dem Unbekannten.

Vor dem Hintergrund von Flüchtlingskrise und Migration derzeit verändert sich Heimat so rasant, wie es Deutschland nie zuvor erlebt hat. Politische, wirtschaftliche und soziale Grenzen lösen sich mit dem Siegeszug der Globalisierung auf. Die Welt wird immer unüberschaubarer, und die Zahl derjenigen wächst, die einen Verlust an Sicherheit und Geborgenheit beklagen. Die Stichworte Globalisierung, Flüchtling und Migration sind aber nicht nur die markantesten Merkmale dieser Veränderung von Heimat, sondern sie sind mittlerweile auch zum Kampf-Begriff in Politik und Gesellschaft geworden.
„Wie können wir diese Herausforderung bestehen?“, fragt Christian Schüle in seinem politischen Essay. Er begibt sich in den deutschen Alltag und erkundet die Gefühle und Traditionen der Deutschen. Sein Resümee: Der Verlust von Heimat ist ein Phantom-Schmerz – denn die Betroffenen verklären die Vergangenheit und sind kaum bereit, die Möglichkeiten zu sehen, die Gegenwart und Zukunft bieten, um die eigene Angst zu überwinden. Welche Möglichkeiten das sind und wie wir sie zur Stärkung unserer Demokratie nutzen können, zeigt Christian Schüle in seinem Debattenbeitrag.