Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Sonntag, 16. April 2017

ERBA-Kamin ist saniert – Störchennest montiert

Damit die letzten Arbeiten am Kamin noch fertiggestellt werden können, wurde auf dem Nest eine flatternde Folie befestigt. Sie soll die Störche fernhalten. Sobald es an den Abbau des Gerüsts geht, wird die Folie entfernt. „Beziehbar“ dürfte das Nest spätestens nach Ostern sein.

Die Sanierung des Kamins in der ERBA steht kurz vor dem Abschluss. Jetztwurde ein Deckel auf die Spitze und dann eine neue Nisthilfe für Störche aufgesetzt.

Das Mauerwerk ist fertig saniert, zuletzt wurden in dieser Woche noch die Gurtungen angeschlossen. Statiker und Prüfstatiker waren auf der Baustelle, um die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Schornsteins zu überprüfen. Zum Schluss wird der Kamin „imprägniert“. Außerdem werden Nisthilfen für Fledermäuse angebracht.

Damit die Störche wieder auf dem höchsten Ort in der Umgebung in rund 39 Metern Höhe nisten können, wird ihnen jetzt eine Vorrichtung aus Metall angeboten. Sie wurde gestern vom Kran auf den Kamin gehievt.

Der Schlot musste wegen Einsturzgefährdung dringend saniert werden. Eigentlich waren diese Arbeiten bereits im vergangenen Jahr vorgesehen. Doch ein hartnäckig auf dem Schornstein nistendes Storchenpaar hatte dies verhindert.

Wenn die Statiker das Okay geben, werden die Abbrucharbeiten am sogenannten Fuchs und dann am Kesselhaus weitergehen.  Im Juni sollen die Tiefbauarbeiten zur Platzgestaltung beginnen. Zudem erhält der Lindenhof eine Terrasse zur Neuen Mitte hin.

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro, von denen eine Million Euro aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ kommen.

Auch für das zweite durch den Bund geförderte Projekt „Ein Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen“ laufen die Vorbereitungen. Es soll den Kernbereich der ehemaligen ERBA-Fabrikation neu ordnen und gestalten. Außerdem soll die ehemalige Pförtnerloge mit angrenzender Lagerhalle als prägnanter Haupteingang der Baumwollspinnerei saniert und wiederbelebt werden. Vorgesehen ist, die Räumlichkeiten für Veranstaltungen zu nutzen und sie multifunktional für Kultur und Bildung einsetzbar zu machen. Diese Projekte sowie die Schaffung einer Unterführung unter dem Hochkanal ist mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln verbunden.

Fünf Architekten haben den Auftrag für das Pförtnergebäude mit Lagerhalle, sowie das Comptoir-Gebäude ein Konzept vorzulegen. Ein Preisgericht wird anschließend einen Vorschlag für die weitere Umsetzung der Planungen vorlegen