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Mittwoch, 7. Juni 2017

Landrat Harald Sievers besucht Wangen

Beim ersten Besuch einer Stadt im Landkreis Wangen ist Landrat Sievers nach Wangen gekommen.

Sievers ist seit 2015 Landrat im Landkreis Ravensburg. Beim Bürgerempfang im Rathaus erzählte er, dass er Wangen von früher bereits gut kenne. Denn aufgewachsen in einer Skifahrer-Familie gehörte ein Stopp in Wangen auf dem Weg vom Rheinland in die Alpen stets dazu.

Den Nachmittag hatte Sievers genutzt, um sich über die Entwicklungen und Planungen in der ERBA kundig zu machen. Hintergrund sind Überlegungen, wie die Landesgartenschau 2024 in die ganze Region hinausstrahlen kann und die Menschen und Kommunen in der Nähe einbinden kann.  „Mit Demut“ habe er die Objekte im ERBA-Gelände gesehen. Seinen Dank richtete er an Oberbürgermeister Michael Lang, der ihm durch die Schilderungen auch die Perspektiven des neuen Stadtteils begreiflich machte. Die ERBA sei ein Projekt für die Bürger in der Stadt und eine Bühne für die Region, sagte Sievers.

Oberbürgermeister Michael Lang hatte ihn willkommen geheißen und die guten Verbindungen der Stadt zum Landkreis erwähnt. Wangen fühle sich dem Landkreis wegen der Oberschwabenklinik und wegen des Beruflichen Schulzentrums sehr verbunden. Gerade auch in Sachen Flüchtlingsunterbringung hätten beide sehr gut kooperiert. Sichtbar wurde dies an den beiden Neubauten am Südring.

Das Flüchtlingsthema beherrschte denn auch die Diskussion mit den Bürgern im Rathaus. Sievers dankte allen in der Flüchtlingsbetreuung Aktiven für ihre Arbeit, „insbesondere jenen, die noch immer dabei sind“. In Wangen sei dieses Thema mit einer besonderen Haltung angenommen worden. Dies Haltung habe dem ganzen Landkreis einen Akzent gegeben.

Auch Sievers bezog sich auf das Krankenhaus, dessen 100-jähriges Bestehen 2016 gefeiert wurde. Im Herbst 2017 soll nun die umgebaute fünfte Etage des Klinikums eingeweiht werden. Erwartet wird auch die Teilnahme von Sozialminister Manfred Lucha.
Mitglieder des Netzwerks Asyl sprachen ihre Probleme in Sachen Flüchtlingsabriet an. So hätten sie sich in der Vergangenheit immer wieder schier unüberwindlichen Widerständen gegenüber gesehen. Dies sei oft sehr energieaufwendig. Außerdem unterstütze das Netzwerk die Initiative einer Reihe von Bürgermeistern, bei drohenden Abschiebungen am Verfahren beteiligt zu werden. Schließlich forderte das Netzwerk Transparenz bei den Nutzungsbedingungen der Asylunterkünfte ein.

All jenen, die auf eine bessere Busanbindung von Isny nach Ravensburg warten, teilte Landrat Sievers mit, dass die Bahn den Fahrplan derzeit überarbeite, um eine bessere Anbindung an den Zug herzustellen.