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Mittwoch, 21. Juni 2017

Neue Ideen für Pförtnerhaus und Comptoirgebäude

Die Siegerentwürfe der Mehrfachbeauftragung für die Gebäude rund um den Treffpunkt der Generationen in der ERBA stehen fest.

Unter je vier ausgewählten Entwürfen wurden von der Fachjury die Pläne der Büros Angerhofer+Braun, Ravensburg, und Architekturbüro Hausen, Wangen,  jeweils auf Platz eins gesetzt. Angerhofer+Braun sollen das Pförtnergebäude mit anschließender Veranstaltungshalle umsetzen, Hausen-Architekten das Comptoirgebäude sanieren.

Im Pförtnerhaus werden vielfältige Arbeitsräume unter anderem für Schülergruppen oder Jugendliche entstehen. Das Konzept ist nach Meinung der Jury von hoher Flexibilität geprägt, da die Abtrennungen zwischen den Räumen versetzt werden und so größere und kleinere Räume entstehen können. Das Konzept für den Multifunktionsraum überzeugte die Juroren durch großzügige Fenster und Tore, die den Industriecharakter erhalten, aber Ein- und Ausblicke ermöglichen.

Die großen Tore der Veranstaltungshalle ermöglichen zudem eine Verbindung von Innen und Außen sowie eine gemeinsame Nutzung von Halle und Platz. Kein anderes  Veranstaltungsgebäude in Wangen hat ein solches Merkmal. Eine Empore nimmt die Lichttechnik auf und bietet Platz für eine Skaterlounge. Zwischen der Pförtnerloge und der Veranstaltungshalle ist das Foyer vorgesehen.

Im Bereich der Pförtnerloge soll ein generationenübergreifender Treffpunkt entstehen, der vielfältig nutzbar ist und auch Ausweichort für die sehr stark frequentierten Veranstaltungssäle und -örtlichkeiten im Altstadtbereich ist.  Das gesamte Gebäude wird durch die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen zu einem vielfältig nutzbaren Veranstaltungsort für unterschiedliche Zielgruppen und Nutzungsansprüche.
Für das Comptoirgebäude bescheinigte die Jury dem Architekturbüro Hausen einen „sensiblen Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz.“

Als besonders gelungen sieht die Jury den Umgang mit Fenstern und Öffnungen des Gebäudes an. So entstehe eine zusätzliche Orientierung zum neuen Platz an der Spinnerei, alt und neu seien gut erkennbar.

Das ehemalige Comptoirgebäude soll einfach saniert und als Informations-und Ausstellungspavillon genutzt werden. Ziel ist es, einen Treff-und Informationspunkt im Quartier zu schaffen, der für Ausstellungen unter anderem des Fördervereins ERBA-Museum und als Informationspunkt über die Entwicklungen auf dem ERBA-Areal oder für die Landesgartenschau 2024 nutzbar ist. Die Außensanierung des Comptoirgebäudes soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Der Auswahl war eine so genannte Mehrfachbeauftragung durch die Stadt Wangen vorausgegangen, in deren Verlauf vier Planungsbüros ihre Ideen entwickelten. Sie alle erarbeiteten binnen eines Monats Konzepte für die Sanierung und Neubelebung der ehemaligen Pförtnerloge mit angrenzender Lagerhalle sowie des ehemaligen Comptoirgebäudes beim ERBA-Kamin als Infopavillon und Ausstellungsraum. Ziel war es, Räumlichkeiten für eine Nutzung durch Kultur und Bildung zu erhalten.

Alle Entwürfe wurden den Vorgaben gerecht, die auch verlangten, die Gebäude als Wahrzeichen der industriekulturellen Geschichte des Areals zu sanieren. Die Jury war sehr angetan von der großen Bandbreite der vorgelegten Pläne und der hochwertigen Arbeiten.
Beide Gebäude sollen aus Mitteln des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ saniert und für Nachnutzungen vorbereitet werden. Außerdem sollen die Innenräume gesichert und in einem "Rohbaustandard" ausgebaut werden.

An der Auswahl waren Vertreter des Bundes beteiligt, ebenso Mitarbeiter der Denkmalpflege sowie Vertreter des Gemeinderats, des Jugendgemeinderats und der Stadt Wangen.