Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Sonntag, 28. Mai 2017

Neue Spinnerei und die Weberei sind vergeben

Pläne: Architekt Philipp Grath

Die Sanierung der Neuen Spinnerei und der Weberei in der ERBA ist vom Gemeinderat an Wilhelm Forster und Wolfgang Forster vergeben worden.

Wilhelm Forster beschäftigt mit seinem Unternehmen Metallbau Forster GmbH & Co KG mit Sitz in Mitterteich in der Oberpfalz derzeit 130 Mitarbeiter. Das Familienunternehmen blickt auf eine 275-jährige Geschichte zurück. Wolfgang Forster lebt seit 14 Jahren mit seiner Familie im Allgäu und arbeitet in der Region. Beide haben Erfahrung in der Sanierung eines großen, früher industriell genutzten Gebäudes in ihrer Heimat. Vor acht Jahren erwarb Familie Forster in Mitterteich erhaltungsfähige Teile der leerstehenden, ehemaligen Porzellanfabrik und wandelte sie in ein florierendes Zentrum aus Gewerbe und Museum um.

Wohnungen mit loftähnlichem Chrakter

Die Neue Spinnerei soll nach ihren Plänen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss gewerblich sowie im zweiten Obergeschoss und einem neuen Dachgeschoss zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Wohnungen sollen einen „loftähnlichen Charakter“ haben.

Im Erdgeschoss soll nach den Vorstellungen der Familie Forster ein Café einziehen, das tagsüber auch den Bedarf der im ERBA-Gelände arbeitenden Menschen  bedient und abends zum Essen einlädt.

Die Gewerbeflächen sollen möglichst flexibel gestaltet werden. Dort könnten sich zum Beispiel nicht störende technisch orientierte Unternehmen oder freie Berufe wie Ärzte, Ingenieure, Architekten oder Physiotherapeuten ansiedeln.

Große Fenster können nachgebaut werden

Die großen Fenster, die die Fassade  der Neuen Spinnerei prägen, sollen in ihrer Struktur und Kleinteiligkeit erhalten bleiben. Um dies erreichen zu können, hat die Firma Metallbau Forster  gemeinsam mit dem Hersteller der Fensterprofile in dem Familienunternehmen eine Lösung entwickelt. So können neue Fenster hergestellt werden, die den alten in der Art, Ausführung, im Material und in der Aufteilung entsprechen. Auf diese Weise kann auch der Charakter des Gebäudes erhalten bleiben.  Das Unternehmen hatte dafür nach eigenen Angaben bereits intensiven Kontakt mit dem Landesdenkmalamt. Um zu zeigen, wie die neuen Fenster aussehen könnten, wurde im Vorfeld der Beratung im Gemeinderat, ein Fenster hergestellt und in der Fassade der Neuen Spinnerei eingebaut.

Freiflächen dienen der Begegnung

Das Gebäude soll über zwei Treppen und einen Aufzug sowie im südlichen Teil durch einen weiteren Innenhof erschlossen werden. Dort sollen herkömmliche Flure weitgehend vermieden werden. Vielmehr sollen auf den Freiflächen Begegnungsflächen für Mitarbeiter der Unternehmen sowie Laubengänge für die Bewohner entstehen. Die Wände sollen in der Neuen Spinnerei so gesetzt werden, dass die historischen Stahlstützen in den Gewerberäumen sichtbar bleiben und ihnen ein besonderes Ambiente geben.

Quartiersgarage anstelle der ehemaligen Weberei

Im Bereich der ehemaligen Weberei entsteht die Quartiergarage als Parkdeck. Es schließt direkt an das ehemalige Pförtnerhaus und die im Rahmen des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus geplante Veranstaltungshalle an. 340 Parkplätze entstehen dort. Darüber hinaus besteht auf freier Fläche die Möglichkeit, 2000 Quadratmeter Fläche für Gewerbenutzungen zu entwickeln.

Erfahrener Architekt und Berater an Bord

Vater und Sohn Forster haben sich mit Philipp Grath nicht nur einen Architekten ins Boot geholt, der Erfahrung im Bau und in der Sanierung großer Projekte hat. Jüngstes Beispiel in der Nähe von Wangen ist das Farny Hotel. Sie haben sich zudem mit Max Wittmann einen in Sachen Landesgartenschau erfahrenen Berater an Bord genommen. Wittmann war Geschäftsführer der Landesgartenschau in Marktredwitz 2006 und hat die Familie Forster, wie es heißt, in den vergangenen 30 Jahren bei allen Bauprojekten begleitet.

Gebäude in die Landesgartenschau einbeziehen

So sind neben Begrünungen der Fassade des Parkdecks und der Dächer der Neuen Spinnerei und der Weberei auch eine Reihe anderer Möglichkeiten angedacht, den Gebäudekomplex zu einem Teil der Landesgartenschau werden zu lassen.
Erste Sondierungsgespräche hat die Familie Forster mit interessierten Firmen bereits geführt.

Ansprechpartner:

Wer sich vorstellen kann, in Gewerberäume der Neuen Spinnerei einzuziehen, kann sich direkt mit Wolfgang Forster, Telefonnummer 07522 / 7592611
oder bei der Stadt Wangen mit Wirtschaftsförderer Holger Sonntag, Telefonnummer 07522/ 74-109, Email: holger.sonntag@wangen.de  in Verbindung setzen.