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Freitag, 7. Juli 2017

Neues Buch zur Literatur in Oberschwaben

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Die Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur stellt am Samstag, 8. Juli 2017, 16.30 Uhr, im Weberzunfthaus den Band „Literatur in Oberschwaben seit 1945“ vor.

Das 304 Seiten umfassende und mit 71 Abbildungen ausgestattete Buch bietet einen Überblick über die bemerkenswerte Entwicklung Oberschwabens zu einer höchst lebendigen und vielfältigen Literaturlandschaft von 1945 bis zur Gegenwart.

Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Michael Lang sowie den Geschäftsführer der Gesellschaft Oberscfhwaben Dr. Edwin Ernst Weber wird der Friedrichshafener Literaturkenner Franz Hoben den Band vorstellen. Der Schriftsteller Peter Renz liest aus seinem Beitrag „Martin Walser als Patron der oberschwäbischen Literatur“. Verleger Armin Gmeiner, Inhaber des Meßkircher Gmeiner-Verlags, bei dem der Band erschienen ist, wird sodann die ersten Bücher an die Autoren überreichen.

Die Buchvorstellung wird von einem Ensemble der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu musikalisch begleitet. Bei einem anschließenden Stehempfang, zu dem die Stadt Wangen einlädt, ist die neue Veröffentlichung an einem Büchertisch für 22 Euro erhältlich und wird von den anwesenden Autoren auf Wunsch auch signiert. Die Buchvorstellung findet in Verbindung mit dem 50-jährigen Bestehen des Literarischen Forums Oberschwaben in Wangen statt.

Aus dem literarischen „Brachland“ des 19. Jahrhunderts hat sich in Oberschwaben nach 1945 eine höchst lebendige „Literaturlandschaft der Kontraste“ entwickelt (Peter Renz). Angeregt und gefördert von Martin Walser, dem Großschriftsteller von nationalem Rang, als selbstlosem und begeisterungsfähigem „Seelsorger“ und „Patron“ melden sich mittlerweile in der zweiten Generation Autorinnen und Autoren zu Wort, die vielfach weit über die Region hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden haben und finden. Auch sind, wiederum maßgeblich angestoßen von Martin Walser, Institutionen der Literaturförderung entstanden, die wie das Literarische Forum Oberschwaben, die Meersburger Autorenrunde oder die Stiftung Literaturarchiv Oberschwaben (neuerdings Literaturstiftung Oberschwaben) zu wichtigen Kristallisationszentren des literarischen Austauschs sowie der Talentsuche geworden sind. Hervorgegangen aus einer Tagung spüren neun ausgewiesene Kenner der Literaturlandschaft Oberschwaben den Voraussetzungen, Protagonisten und spezifischen Inhalten dieses bemerkenswerten literarischen Aufbruchs einer ländlichen Region nach und erkunden das Bild, das die Literaten von ihrer oberschwäbischen Heimat zeichnen.