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Donnerstag, 14. September 2017

Prato feiert Jubiläum mit großer Ausstellung

Der Mariengürtel wird seit 50 Jahren beim Stadtfest am Ende des nächtlichen Umzugs von der Außenkanzel des Doms in Prato gezeigt. Dieses Ereignis ist für die Prateser der Höhepunkt ihres Festes, an dem jetzt auch eine kleine Delegation aus Wangen mit Ursula Loss, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, an der Spitze, teilgenommen hat.

Der Mariengürtel ist gleichermaßen ein religiöses und politisches Symbol für Prato und die Toskana. „Er hält die Stadt zusammen, jene die glauben und jene die nicht glauben“, sagte Bürgermeister Matteo Biffoni bei der Eröffnung einer Ausstellung, mit der Prato die 50. Präsentation des Gürtels in der Neuzeit feiert.

Bereits in der Renaissance hatten die Prateser den Gürtel, den Maria der Legende nach bei ihrer Himmelfahrt über der Toskana fallen ließ und den der Heilige Thomas an sich genommen haben soll, bei besonderen Gelegenheiten gezeigt. Und damals wie heute berührte er die Menschen auf besondere Weise. Lange Jahre war der Brauch der Gürtelpräsentation in Vergessenheit geraten, bis vor 50 Jahren zum ersten Mal wieder an die mittelalterliche Tradition angeknüpft wurde. Seither ist sie aufs Engste mit dem Stadtfest verknüpft.

Aus Anlass des 50. Jubiläums hat die Stadt Prato eine besondere Ausstellung in ihr Museum di Palazzo Pretorio, direkt neben dem Rathaus geholt. Eindrucksvolle Darstellungen des Themas der Himmelfahrt Mariens und des Mariengürtels sind dort aus renommierten Museen zusammengetragen.  Sie ist bis 14. Januar 2018 zu sehen.

Infos unter www.palazzopretorio.prato.it