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Samstag, 22. April 2017

Schülergruppe aus Kißlegg klöppelt vor Publikum

Zu den gern gesehenen Gästen beim 35. Deutschen Klöppelspitzenkongress 2017 gehört die Klöppelgruppe der Albert-Schweitzer-Schule in Kißlegg.

Sie nutzt in diesem Jahr den kurzen Weg zum Veranstaltungsort und zeigt sich in der Lothar-Weiß-Halle.

Sieben Schülerinnen und Schüler sitzen an einem langen Tisch und klöppeln. Betreuerin Gaby Karrer hat sie das ganze Schuljahr über auf diesen Termin vorbereitet. Einmal in der Woche übt die Klasse mit ihr vier Stunden lang. „Es ist der Klöppelfreitag“, sagt sie. Für ihre Schüler sei so ein Vormittag genau die richtige Zeit, um zur Ruhe zu kommen. „Der Rhythmus, den man beim Klöppeln hat, beruhigt“, sagt Gaby Karrer. Auch Kinder und Jugendliche, die durch ihre Behinderung besonders reizbar seien, würden durch diese Arbeit ruhig.

Mit dem Klöppeln verfolgt die Schule eine Reihe von pädagogischen Zielen. Die Schüler und Schülerinnen werden dadurch unter anderem in ihrer Selbstständigkeit gefördert. Auch Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen würden gestärkt.

Die Schüler und Schülerinnen bestimmen am Klöppelfreitag den Schwierigkeitsgrad ihrer Arbeit selber. „Wer schon ein oder zwei Jahre dabei ist, der traut sich auch schon große Stücke zu“, sagt Gaby Karrer. Ganz besondere Freude mache es dann natürlich, wenn das Publikum lobende Worte findet. Oder wenn – wie am Freitag geschehen – der finnische Händler beim Kongress vorbeikommt und jedem Schüler und jeder Schülerin ein Päckchen mit Klöppeln aus Birkenholz zusteckte.

Die Zeit in Wangen hat die Klöppelgruppe nicht nur genutzt, um in der Lothar-Weiß-Halle zu klöppeln und dem Publikum zu zeigen, welch‘ schöne Objekte sie herstellen kann. Sie war auch in der Altstadt unterwegs und erkundete die Artboxen mit den vielen verschiedenen Klöppelspitzen.