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Donnerstag, 22. Juni 2017

Stadt erhält Preis für Bauen mit Holz

Die Stadt Wangen im Allgäu ist für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz beim Bauen mit Holz ausgezeichnet worden.

Forstminister Peter Hauk hat die Gemeinde Frickingen sowie die Städte Wangen im Allgäu und Leutkirch  für ihr politisches Engagement für den Klimaschutz durch den nachhaltigen Einsatz der Ressource Holz ausgezeichnet, teilt die Initiative HolzProKlima mit.

In den letzten 150 Jahren ist die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre, die für den Klimawandel verantwortlich sind, stark angestiegen. Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Welch‘ große Bedeutung Kommunen bei der Erreichung dieser Klimaschutzziele haben und welch‘ wichtige Rolle dabei die vermehrte und verantwortungsvolle Holzverwendung spielt, wurde im Rahmen der Preisverleihung des Kommunalwettbewerbs HolzProKlima in Baden-Württemberg 2016/2017 deutlich.

Die Preisträger des Wettbewerbs
Eine Fachjury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie politischen und kommunalen Entscheidern ermittelte die Preisträger. Bei der Prämierung der drei Hauptgewinner zählte insbesondere ein schlüssiges Gesamtkonzept.

Erster Preis
Der Erste Preis wurde der Gemeinde Frickingen von der Jury mit folgender Begründung zugesprochen: Die Gemeinde Frickingen setze seit 30 Jahren konsequent auf eine verantwortungsvolle Holzverwendung, heißt es in der Begründung der Jury. Ihr Engagement zur Entwicklung einer „Holzbaukultur“ sei in großer Breite und Öffentlichkeit ablesbar und besitze Vorbildcharakter.

Erstmals zweite Preise vergeben
Aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen, entschied die Jury, dass erstmalig zwei Zweite Preise an die Städte Leutkirch und Wangen vergeben werden sollen.

Die Stadt Wangen überzeugte die Jury durch ein schlüssiges Gesamtkonzept, bei dem die eigenen Holzressourcen zu architektonisch schönen Gebäuden verarbeitet werden und Resthölzer eine energetische Verwendung finden. Die Öffentlichkeit werde an Aktionen beteiligt, bei denen die Chancen der Holzverwendung allgemein und ausgehend von der eigenen Kommune kommuniziert würden – weil Vorbilder vorangehen. Wangen hatte sich mit dem Dorfgemeinschaftshaus Deuchelried und dem C-Bau am Gymnasium beworben.

Leutkirch im Allgäu zeige, dass im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte in Holzbauweise gefördert und realisiert wurden. Dieses Engagement werde in gelungener Architektur, moderner Holzbau- und Sanierungstechnik deutlich.

„In Deutschland entlasten der Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und die Verwendung von Holzprodukten die Atmosphäre jährlich um 126 Millionen Tonnen CO2, das sind 14 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen“, erklärte Lars Schmidt, Vertreter der Initiative HolzProKlima. Insgesamt sind 40 Bewerbungen beim Wettbewerbsbüro eingegangen. Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro wurden von Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie zur Verfügung gestellt. Klima-Champion wurde die Gemeinde Frickingen. Forstminister Peter Hauk ehrte die Gewinner des Kommunalwettbewerbs persönlich und bedankte sich bei den Organisatoren des vom Land geförderten Wettbewerbs: „Der Bedarf an dem klimapositiven Material Holz ist groß, die Verwendungsmöglichkeiten werden durch Innovationen immer vielfältiger.“

Die Initiative HolzProKlima ist ein Aktionsbündnis aus 14 Bundesverbänden und Organisationen der Forst- und Holzwirtschaft. Ziel ist es, der Politik und Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass die Verwendung von Holzprodukten zum Bauen und Wohnen aktiver Klimaschutz ist.

proHolzBW kümmert sich als Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz um die Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg. Sie stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und intensiviert die Kommunikation in die Gesellschaft. Kernaufgaben sind die Vernetzung von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Architekten, Ingenieuren und Kommunen.

Aus Wangen waren Paul Müller (als Vertreter von Oberbürgermeister Michael Lang), Theobald Harlacher (Ortsvorsteher Deuchelried) sowie aus dem Bauamt Jörg Weh, Elmar Gomm und Armin Bauser bei der Preisverleihung.