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Donnerstag, 30. November 2017

Städtisches WLAN als Alternative zum Mobilfunk

Freuen sich über die Bestätigung der Fachleute für das öffentliche WLAN-Netz der Stadt Wangen: Oberbürgermeister Michael Lang, die verantwortlichen Mitarbeiter bei der Stadt Wangen, Mitglieder des Arbeitskreises Mobilfunk und die Mitglieder des Bodensee. Foto: Stadt Wangen / sum

Messungen haben bestätigt, dass das Wangener freie WLAN eine echte Alternative zur Datenübertragung durch Mobilfunk bietet. Die Empfehlung heißt einloggen!

Die Stadt Wangen hat seit Anfang 2016 freies WLAN in der Stadt. Nun haben Messungen, die das Umweltministerium in Stuttgart förderte, bestätigt, dass die Strahlungen weit unter allen Grenzwerten liegen und das „free key Wangen“ damit eine echte Alternative zur Datenübertragung durch Mobilfunk bietet.

Verschiedene Messungen

Der Arbeitskreis Mobilfunk hatte bei der Einführung des Freien WLAN in der Altstadt gemeinsam mit dem Netzwerk Bodensee-Mobilfunk darum gebeten, dass die Strahlung überprüft werde. Zu diesem Zweck wurde die Immission am 24. Februar 2016, am 15. Juli 2016 und am 16. November 2016 punktuell an verschiedenen Orten mit einem so genannten Spektrumsanalysator ermittelt.  Zusätzlich wurde eine automatische Messstation in der Altstadt installiert, die vom 23. Februar 2016 bis zum 15. Juni 2016 kontinuierlich die Strahlung der Antennen maß.

Mittelalterliches Prinzip genutzt

Kleine Antennen, von denen das städtische WLAN gesendet wird, sind im Pfaffenturm, im Frauentor sowie über der Stadtmauer montiert.  Sie nutzen nach Worten von Wirtschaftsförderer Holger Sonntag das Prinzip der mittelalterlichen Sichtachsen zwischen den Türmen. So kann das städtische WLAN von einem zentralen Punkt im Hinderofenhaus bedient werden.

Messwerte als sehr gering eingeschätzt

Bei den Messungen ergaben sich im Juli höhere Werte als im Februar oder im November. Jedoch wird der Anteil der Immissionen des städtischen WLAN als gering oder sehr gering eingeschätzt. Die Zahlen sprechen für sich: Die Grenzwerte im öffentlichen Raum werden höchstens bis zu 2,4 Prozent ausgeschöpft.
Bei den Langzeitmessungen konnten die Immissionen des städtischen WLAN nicht erfasst werden, da deren Signalpegel unterhalb des Schwellenwerts lagen, wie Dr. Stefan Zbornik vom Netzwerk Bodensee berichtete.  Er bestätigte damit auch die Art und Weise, wie in Wangen des WLAN aufgebaut wurde. Die Versorgung der Altstadt mit Kleinstfunkzellen sei bei entsprechender Planung strahlungsärmer und mit Blick auf das Verursacherprinzip gerechter gestaltet als mit großen Mobilfunkanlagen. Zudem passten sich kleine Antennen, wie sie in Wangen verwendet wurden, besser den Bedürfnissen des Ortsbildes und des Denkmalschutzes an.

Empfehlung heißt einloggen

Das Netzwerk Bodensee Mobil empfiehlt, dass sich noch viele mehr Nutzer ins städtische WLAN einwählen, um so möglicherweise die Mobilfunkstrahlung noch weiter abzusenken.

Und so geht's ins Wangener WLAN
Am bequemsten geht es über die Wangen App www.wangen.de/app

Aber auch sonst ist es einfach: Die Einwahl in das freie Internet in der Stadt ist denkbar einfach. Der Nutzer wird nach Aufruf von „free key Wangen“ im Browser auf eine Authentifizierungsseite geleitet. Nach Eingabe der E-Mail-Adresse und Bestätigung der Geschäftsbedingungen steht das Netz zur Verfügung.