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Donnerstag, 7. Dezember 2017

Theaterreihe zeigt in der Stadthalle "Homo faber"

Das Theater Lindenhof zeigt am Sonntag, 10. Dezember 2017, bereits um 17 Uhr in der Stadthalle „Homo Faber“ nach dem Roman von Max Frisch.

Es ist ein Zusatzstück, das deshalb ins Programm genommen wurde, weil der Roman im schriftlichen Deutsch-Abitur zur Wahl steht.

Das Lindenhof-Theater zeigt eine eigene Produktion, die 2014 bei den Hamburger Privattheatertagen mit dem Monica-Bleibtreu-Preis in der Sparte „Drama“ ausgezeichnet wurde.

Regisseur Christof Küster arbeitet seit 2008 als künstlerischer Leiter des Studio Theater Stuttgart sowie als freier Regisseur. „Homo faber“ war seine erste Arbeit am Theater Lindenhof. Hier in Kürze der Inhalt: Das Weltbild des Ingenieurs Walter Faber ist völlig durch sein technisches Denken bestimmt, er glaubt nicht an Fügung und Schicksal. Als moderner Nomade um die Welt reisend ist er unfähig zu tieferen menschlichen Bindungen. Doch dann geschieht etwas Unvorhersehbares: Ein Flugzeugabsturz konfrontiert ihn mit dem Zustand der Hilflosigkeit, er wird empfänglich für menschliche Kontakte. Faber lernt auf einer Schiffsreise die junge Sabeth kennen und verliebt sich in sie. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Der plötzliche Tod Sabeths schließlich erschüttert Fabers Weltbild, er scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.

Christof Küster hat den umfangreichen Roman durch Streichung verzichtbarer Handlungsstränge soweit reduziert, dass die Geschichte an einem Theaterabend erzählbar ist. Er hat sich allerdings immer streng an den Originaltext gehalten, manchmal jedoch Dialoge dazu erfunden, um eine Gesprächssituation überhaupt erst zu schaffen.

Nach der erfolgreichen Aufführung bei den Hamburger Theatertagen schrieb das Hamburger Abendblatt: „Wie weit kann man sein Leben selbst bestimmen? Was ist Schicksal, was Natur? Warum läuft so vieles schief zwischen Mann und Frau? Wann ist ein Leben verfehlt? Frischs Text ist deshalb so lebendig geblieben, weil alle diese Fragen zeitlos sind. Auch die Inszenierung stellt sie. Unaufdringlich, spielerisch und mit ganz einfachen Mitteln. Drei ziemlich tolle Schauspieler spielen miteinander und erzählen uns alles.“

Info:
Das Theatergespräch mit Walter Rech beginnt um 16 Uhr im Narrenstüble.

Kartenservice:  
Karten zum Preis von 20, 17 oder 14 Euro gibt es im Gästeamt Wangen, Bindstraße 10, 88239 Wangen im Allgäu, Telefonnummer 07522/ 74-211, E-Mail: tourist @wangen .de oder unter www.reservix.de.
Schüler zahlen den halben Preis. Wenn sie kurz vor der Vorstellung an die Abendkasse kommen, frühestens 15 Minuten vor Beginn, kostet für sie das Ticket nur noch 3 Euro auf allen Plätzen.