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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Verein Nachbarschaftshilfe Wangen im Allgäu e.V. ist gegründet

Sie alle stehen für den Verein Nachbarschaftshilfe Wangen e.V.: Von rechts vorne die Vorstände der Pfarrer Martin Sauer, OB Michael Lang, Pfarrer Dr. Claus Blessing, hinten Pfarrer Erhard Galm, der für die in Schwarzenbach und Roggenzell weiter bestehenden Nachbarschafts- und Krankenvereine steht, Karin Rittler für Katholische Kirchengemeinde St. Stephanus, Haslach, Margot Sailer, Katholische Kirchengemeinde St. Clemens, Primisweiler, Kathrin Rasch, Katholische Kirchengemeinde St. Ulrich, Wangen im Allgäu, Angelika Prokop, Katholische Kirchengemeinde St. Martin, Wangen im Allgäu, Maria Hänsler, Katholische Kirchengemeinde St. Petrus, Deuchelried, Michael Jeschke, Katholische Kirchengemeinde St. Andreas, Niederwangen, Christa Mohr, Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius, Leupolz, Kurt Kiedaisch, Leiter des Ordnungs- und Sozialamts, Bernhard Draxler, Stellvertretender Leiter des Ordnungs- und Sozialamts. Foto: Stadt Wangen

Die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden sowie die Stadt Wangen stehen gemeinsam ein für Menschen, die Unterstützung im Alltag brauchen.

Als eine historische Stunde hat Oberbürgermeister Michael Lang die Gründung des Vereins Nachbarschaftshilfe Wangen im Allgäu e.V. bezeichnet. Denn es sei alles andere als alltäglich, dass die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden in Wangen sowie die Kommune gemeinsam einen Verein aus der Taufe heben. Bedarf für eine solche Nachbarschaftshilfe, die sich über die ganze Stadt mit ihren Ortschaften erstreckt, sei vergleichsweise unauffällig da. Denn die meisten Menschen, die eine Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen wollten, würden sich nicht laut zu Wort melden.
Begonnen hatten die Gespräche zur Gründung einer gemeinsamen Nachbarschaftshilfe im vergangenen Jahr. Nun kann die neue Einrichtung voraussichtlich am 1. Januar 2018 starten. Geführt wird die Nachbarschaftshilfe laut Satzung von einer Person, deren Hauptaufgaben die Koordination der Ehrenamtlichen sowie die Werbung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein werden. Die Person ist auch bereits gefunden und wird zu gegebener Zeit vorgestellt. Sie wird die Geschäftsstelle im Alten Spital beziehen, dort wo früher die Verwaltung der Hospitalstiftung ihren Sitz hatte.
Zu den Aufgaben der Helfer wird es gehören, ältere, kranke und bedürftige Menschen, insbesondere in der häuslichen Versorgung und Betreuung, bei Besorgungen oder Einkäufen zu helfen und sie zu begleiten. Ebenfalls zum Angebot gehört die Hilfe für Familien im Gebiet der Stadt Wangen im Allgäu, bei der Versorgung kranker und/oder behinderter Familienmitglieder.
Die drei Partner, die beiden Kirchen und die Kommune, tragen die Anschubfinanzierung von jeweils 18 000 Euro verteilt auf vier Jahre. Anschließend muss sich die Nachbarschaftshilfe im Wesentlichen selber tragen. Es sei ähnlich wie bei der Gründung des Hospizes, dass die neue Einrichtung Freunde brauche. Denn zwischen Einnahmen und Ausgaben gebe es in der Regel eine kleine Lücke, sagte Oberbürgermeister Michael Lang. Spenden könnten helfen, die Lücke zu schließen.
OB Lang wird den Vorsitz des Vereins in den nächsten beiden Jahren innehaben. Der Vorstand setzt sich zusammen aus den geschäftsführenden Pfarrern beider Kirchen, derzeit Pfarrer Martin Sauer und Dr. Claus Blessing, und dem Oberbürgermeister der Stadt Wangen, wobei der Vorsitz rotieren wird. Als Kassenprüfer wurden die Kirchenpfleger der beiden Kirchengemeinden, Monika Muth und Ulrich Werner, gewählt. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefällt.
OB Lang bat die Mitglieder des Vereins, in den Kirchengemeinden Helfer zu werben. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam für die Menschen in Wangen einstehen. Es ist das, was die Menschen, die uns anvertraut sind, von uns erwarten“, sagte er. Es habe viel Freude gemacht, diese Vereinsgründung voranzubringen, denn alle hätten dasselbe Interesse gehabt.
Nun geht die Satzung zur Prüfung und Eintragung des Vereins ans Vereinsregister in Ulm, begleitet von der Hoffnung aller Beteiligten, dass die Eintragung zügig voranschreiten möge.