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Sonntag, 26. November 2017

Viel Lob für Projekt der Bürgerstiftung

Projekte haben oft Tausend und ein Wort abgeschlossen. So inszenierte der Kindergarten am Gottesacker „Theo der Papierpanther“ und der Kindergarten St. Monika „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Rahmen eines Fests für die Eltern. Fotos: sum / St. Monika

Eine positive Bilanz haben Kindergärten und Jugendmusikschule über das Projekt der Bürgerstiftung Wangen im Allgäu, "Tausend und ein Wort - Sprache baut Brücken" gezogen.

Drei Jahre lang hat die Bürgerstiftung Wangen im Allgäu mit ihrem eigenen Projekt „Tausend und ein Wort – Sprache baut Brücken“ Kindergärten unterstützt, die besonders im Bereich Sprachförderung einen Schwerpunkt setzen wollten. Jetzt war Zeit für eine Bilanz.  Sie fiel einhellig und sehr positiv aus.

Andrea Feuerstein, die als städtische Mitarbeiterin im Bereich Jugend, Schulen und Familie die Kindergärten betreut und koordiniert, bat kürzlich bei einer Versammlung aller Einrichtungen um eine Rückmeldung zu dem Programm.  Die Kindergärten Am Gottesacker, Arche Noah, St. Antonius , St. Elisabeth, Maria Regina, St. Michael, St. Monika und St. Raphael hatten sich an dem von der Bürgerstiftung komplett finanzierten und gemeinsam mit der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu umgesetzten Projekt teilgenommen. Lehrkräfte der JMS kamen einmal wöchentlich in die Kindergärten, um die Kindern über Musik zur Sprache zu führen. Eine Erzieherin der Einrichtung war jeweils mit dabei, um für den Kindergarten mitzulernen. Denn nicht nur sollten die Kinder den Umgang mit der Sprache lernen. Auch die Einrichtungen sollten von den Musikpädagoginnen profitieren,  so dass sie künftig zumindest Teile des Programms auch selber anbieten können. Das Projekt  sollte nicht einfach verpuffen.

Dass das Programm nachhaltig wirkt, bestätigten alle Einrichtungen. So würden manche Lieder, die im Rahmen der Projekte gelernt wurden auch drei Jahre später noch gesungen. Manche Kinder trällerten sie auch beim Freispiel, was zeige, dass sie wirklich angenommen wurden.

Aus allen Äußerungen war zu entnehmen, dass zwischen Einrichtung und JMS-Mitarbeiterin ein guter Austausch lief. Denn viele Themen, die in den Kindergartengruppen behandelt wurden, wurden in den Musikstunden aufgegriffen, so dass für die Kinder ein thematisches Gesamtpaket entstand. Umgekehrt  habe es auch viele Ideen gegeben, die künftig bei der Arbeit eingesetzt werden könnten. Gerade bei Kindern mit Migrationshintergrund habe sich eine sehr positive Wirkung gezeigt und gerade diese Kinder hätten sich auch sehr gerne am Projekt beteiligt. Was besonders gut angekommen sei, war die Mischung aus Bewegung und Sprache sowie der Umgang mit verschiedenen Instrumenten. Jedes Projekt endete mit einem besonderen Abschluss, zu dem oft auch die Eltern eingeladen waren.

Solche positiven Rückmeldungen hörte JMS-Leiter Dr. Hans Wagner sehr gern. Insbesondere das offenkundig gut geglückte Zusammenspiel von Kindergarten- und JMS-Mitarbeiterinnen freute ihn sehr. „Die Projektförderung durch die Bürgerstiftung wurde ja nicht eingestellt, weil man unzufrieden gewesen wäre“, sagte Wagner. Der Grund war einzig, dass die Bürgerstiftung keine Projekte dauerhaft unterstützen möchte.