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In Wangen bleibt
man hangen
Naturschutzgebiete

Eisrandlagen

Die Gletscher dehnten sich in der Würmeiszeit ausgehend vom Rheintal nach Norden hin aus.

Während der Vorstoß des Eises wohl vergleichsweise schnell von statten ging, war der Rückzug von zahlreichen, manchmal über mehrere Jahrhunderte anhaltende Stillständen, z. T. auch von erneuten Vorstößen gekennzeichnet. Je länger der Stillstand dauerte, desto mächtiger war der Randwall, den der Gletscher vor sich aufwarf und desto deutlichere Spuren konnte das aus dem abtauenden Eis hervorbrechende Schmelzwasser im direkten Vorlandbereich hinterlassen.

In bereits früher geformten Tälern, insbesondere dem Karbachtal, hatte das Eis seine größte Mächtigkeit erreicht und wich hier auch sehr viel später zurück als in benachbarten Bereichen, was bei Schwinden des Gletschers zu einer Gliederung in zahlreiche Zungen führte. Es sind dies neben der „Karbachzunge“, die „Amtzeller Zunge“ und die „Laiblachzunge“, die fingerförmig angeordnet sind, Karbach- und Amtzeller Zunge als „Zeige- und Mittelfinger“ nach Norden, die Laiblachzunge als „Daumen“ nach Nordwesten.

In Moränenwällen, die mit Höhen zwischen 700 m und 730 m in einem weiten Kreisbogen nach Norden und Nordwesten abgrenzen und dem hochaufgewölbten Ostrand des Karbachtales sowie im Verlauf der Oberen und Unteren Argen ist die Form der Gletscherzungen zur Zeit besonders lang anhaltender Stillstände überliefert.

Zeugnis dieses Abschnittes der Landschaftsgeschichte sind darüber hinaus die nach Norden bzw. Nordwesten ausgerichteten Oberflächenformen im Bereich des Karbaches und des Degermooses, die noch heute die ehemalige Fließrichtung des Eises widerspiegeln.