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In Wangen bleibt
man hangen
Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete

Die insgesamt 15 Naturschutzgebiete der Verwaltungsgemeinschaft Wangen, Achberg, Amtzell schützen rund 3 % der Gemarkungsflächen. Dabei handelt es sich um die eiszeitlich geformten Landschaften des Westallgäuer Hügellandes bzw. den daraus entstandenen Fließgewässern, den Resten von Seen, den Mooren und Feuchtlebensräumen. Die wichtigsten Naturschutzgebiete sollen hier kurz vorgestellt werden.

Mit zu den größten Naturschutzgebieten im Verwaltungsraum gehört das NSG „Argen“. Es umfasst u.a. ab dem Zusammenfluß der Oberen und Unteren Argen den Flußverlauf einschließlich der Hochwasserdämme, der Tallagen und Steilhänge.

Ziel ist die Erhaltung und Förderung des weitgehend natürlichen oder naturnahen Zustandes des Flußlaufes der Argen mit den Uferbereichen und Talhängen sowie der extensiven Nutzungsformen im Talgrund als Zeugnis von Erd- und Landschaftsgeschichte sowie als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Das NSG „Karbachmoos“ umfasst Teile der Gemarkungen Karsee und Leupolz und ist Teil des Karbachtals. Hauptteil ist der Mittellauf des Karbachs um Ruzenweiler und Leupolzmühle, die daran angrenzenden Niedermoorstreuwiesen sowie ein Hangquellmoor. Von besonderer Bedeutung für die Schutzwürdigkeit ist u.a. die Funktion des Gebietes als ökologisch besonders hochwertigem Teil eines Feuchtgebietverbundes im Karbachtal. Eingerahmt wird das Schutzgebiet vom dienenden „LSG Karbachtal“.

In zwei Teilflächen aufgeteilt hat das NSG „Gießenmoos“ eine Gesamtfläche von ca. 15 ha, der größere Teil liegt auf dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft. Östlich von Wangen in einem Seitental der Oberen Argen gelegen umfaßt das Schutzgebiet die wertvollen Restflächen eines einst ausgedehnten Flach- und Quellmoorgebietes im Gießbachtal. Die mosaikartig strukturierten Typen von Naß und Feuchtwiesen, von Pfeifengraswiesen sowie Kleinseggenriedern sind sowohl im einzelnen als auch in ihren Gesamtzusammenhang besonders schützenswert.

Der Schutzzweck des NSG „Neuravensburger Weiher“ mit seiner Verlandungszone ist es, das Gewässer in seiner Eigenschaft als Brut- und Rastplatz für seltene und bedrohte Vogelarten von zum Teil europäischer Bedeutung zu erhalten und zu optimieren. Dazu gehören auch die Feucht-, Naß- und Streuwiesen sowie der Quellbereiche als Standort seltener oder gefährdeter Pflanzenarten.

Wesentlicher Schutzzweck des NSG „Krottental Karbach“ ist die Erhaltung – und in Teilen die Wiederherstellung – einer naturnahen, von extensiver Wiesennutzung geprägten voralpinen Talaue. Die hohe ökologische Wertigkeit liegt im Verbund unterschiedlicher Feuchtbiotope begründet.

Das NSG „Rotasweiler – Degermoos“ stellt den auf württembergischer Seite liegenden Teil eines großflächigen Nieder- und Übergangsmoor dar. Die Moorlandschaften von der Größe und Differenziertheit des NSG besitzen in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft einen außerordentlich hohen Biotopwert.