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Amtsschimmelbrunnen

Amtsschimmel Brunnen

Der Amtsschimmel-Brunnen steht auf dem Vorplatz des Landratsamtes in der Lindauer Straße. Er war der erste der sechs Figurenbrunnen, die heute das Bild der Stadt Wangen zieren. Bei der Einweihung 1984 bezeichnete ihn der damalige Ravensburger Landrat, Dr. Guntram Blaser, als "Beitrag zur Selbstironie der Bürokratie".

Das Kunstwerk des Aachener Bildhauers Bonifatius Stirnberg stellt ein auf einem Stapel von Akten und Ordnern schwebendes Pferd dar, das einen Wasserstrahl auf charakteristische Figuren wie den Dorfbüttel, den Oberamtsrat, die Bauersfrau, den Pfarrer, den jungen Brunnenhocker und auf die Stadtfrau mit ihrem Kind ergießt.

Alle Figuren sind beweglich. Er ist ein "Brunnen zum Anfassen". Die Gelenke an Hals und Armen sind aus Edelstahl angefertigt. Der Brunnen steht bei einem Gewicht von 1,5 Tonnen fest auf dem Boden und bringt damit so viel auf die Waage wie 20 Beamte und 600 gefüllte Aktenordner.

Die Definition Amtsschimmel ist umstritten. Ob der Begriff von der Feuchtigkeit herrührt, die in früheren Amtsstuben zu herrschen pflegte und sich auf den Akten nach langer Lagerung oder durch zu lange Bearbeitung der sogenannte Amtsschimmel bildete, oder ob da der Beamte gemeint ist, der immer wiederkehrende Angelegenheiten stets nach dem gleichen Schema, einem "Simile", erledigte und deswegen Schimmelreiter genannt wurde, steht dahin.