background
Einfach Ankommen
und Wohlfühlen

Rahmenplan für die Daueranlagen der Landesgartenschau 2024

Am 23.06.2014 hat der Gemeinderat der Stadt Wangen in öffentlicher Sitzung beschlossen, die Arbeitsgemeinschaft ´Lohrer.Hochrein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, Münchenhttp://www.lohrer-hochrein.de/ und Löhle Neubauer Architekten, Augsburg mit den Planungen für die Daueranlagen der Landesgartenschau 2024 in Wangen im Allgäu zu beauftragen.

Die Arbeitsgemeinschaft ging zuvor als Sieger aus dem vorgeschalteteten Realisierungswettbewerb und VOF-Vergabeverfahren hervor.

Mit den Ergebnissen des Realisierungswettbewerbes vom Frühjahr 2014 und den nachfolgenden VOF-Verfahren wurde eine grundsätzliche Richtung für die Entwicklung des Areals eingeschlagen. In mehreren Intensiv geführten Diskussionsrunden wurden diese Ergebnisse seit Herbst 2014 diskutiert, Ziele hinterfragt und Ergebnisse fortentwickelt. Den aktuellen Planungsstand finden Sie hier.

Folgend eine kurze Beschreibung, wie sich die einzelnen Maßnahmen innerhalb der Daueranlagen entwickeln sollen:

Die neue Argenlandschaft 2024 entwickelt sich dem Fluss folgend vom Großparkplatz im Norden über die stadtnahen Abschnitte, den Bürgerpark bei den Sportplätzen bis hin zu den südlichen Arealen im Umfeld des ERBA-Geländes. Ein über beide Ufer der Argen hinweg zu einem Rundgang geschlossener Weg bildet über die individuellen Teilabschnitte hinweg den verbindenden gemeinschaftsprägenden „Faden“. Er kombiniert linear gestreckte Fuß-und Radwege mit platzartigen Bereichen höherer Aufenthaltsqualität. Die Zugänglichkeit zur Argen konzentriert sich auf wenige Stellen. Dort werden kompakt die drei unterschiedlichen Charaktere des Flusses – die stadtnahe Argen, die Park-Argen und die ländliche Argen - inszeniert.

Schwerpunkte in den stadtnahen Abschnitten sind, ausgehend von den bestehenden Strukturen, die Verbesserung des Wegenetzes und der kleinräumlichen Aufenthaltsqualität.

Im Bereich des Bürgerparks steht die Transformation der derzeit recht monotonen offenen Wiese hin zu einem inhaltlich attraktiven und räumlich spannenden Park im Vordergrund. Die vorhandenen Sportfelder liegen zukünftig eingebettet in einer gliedernden Abfolge von Hainen und Baumreihen. Zur Argen hin wird der Galeriewald in unterschiedlichen Breiten raumwirksam erweitert und durch schmale Sichtfenster zum Wasser in „Wäldchen“ gegliedert.

Südlich des Bahndammes wird der Weg zu den angrenzenden Grundstücken visuell merklich geöffnet, optisch eine ansprechendere Räumlichkeit geschaffen und somit entlang der Argen mehr Großzügigkeit entwickelt.

Im Schnittpunkt der wichtigsten Sichtbeziehungen und an der höchsten Erhebung innerhalb des Areals entsteht auf der rechten Argenseite ein Aussichtsturm mit Blick über die neue urbane Argenlandschaft und die naturnahe Landschaft bis hin zu den Alpen.

Im Bereich der Auwiesensiedlung werden die Wegestruktur neu geordnet, Baulichkeiten arrondiert und ein neues kompaktes Wohngebiet unter Einbindung der beiden Vereinsheime ausgewiesen.

Eine angemessen großzügige Unterführung verbindet dieses Areal mit dem westlich angrenzenden ERBA-Gelände. Grundhaltung ist hier, den prägenden „Werkscharakter“ in der städtebaulichen Struktur auch zukünftig erlebbar zu halten. So entstand eine städtebauliche Struktur, die es erlaubt, flexibel auf einen möglichst großen Erhalt werksprägender Bauten hinzuarbeiten. So soll beispielsweise die Werksmauer am Webereiweg strukturell erhalten werden. Nach außen entsteht so, losgelöst von der Entwicklung im Innern, eine fassende wie ortsprägende Fassade. Im Innern erlaubt es eine möglichst freie Entwicklung – beispielsweise als Sammelstellplatz oder als Bereich kleinräumiger Gewerbenutzungen.

Die Umsetzung der neuen Argenlandschaft erfolgt in den nächsten neun Jahren in jeweils überschaubaren Bauabschnitten. Drei zeitliche Schwerpunkte kristallisieren sich auch im Blick auf Grundstücksverfügbarkeit und Förderkulisse heraus. In den kommenden Jahren steht nun vorrangig das ERBA-Areal im Zentrum. Angefangen von der Objektplanung bis zur Umsetzung mit Beräumung, Neubau der Infrastruktur, Ausweisung zukünftiger Baufelder bis hin zu der Gestaltung der öffentlichen Freiräume. Leicht versetzt dazu kann die Entwicklung des Auwiesenareals vorangetrieben werden. Es folgen die innenstadtnahen Bereiche. Den Abschluss bildet der Bürgerpark, wobei die Pflanzung der raumprägenden Gehölzkulisse soweit als möglich vorgezogen werden sollte.

Aktuell finden ab Frühjahr bis zum Herbst regelmäßig Bürgerspaziergänge zur Landesgartenschau 2024 statt. Diese führen vom Parkplatz P14 bis zur ERBA-Baumwollspinnerei. Die Termine werden über unseren E-Mail-Verteiler, auf der Homepage und in der Tagespresse angekündigt.

Gerne nehmen wir Sie in unseren E-Mail-Verteiler auf. Hierzu melden Sie sich bitte entweder bei Frau Müller (johanna.mueller @wangen .de) oder Frau Griebe (melanie.griebe @wangen .de).

Stadt Wangen im Allgäu

Stadtbauamt
Fachbereich Stadtplanung
Postplatz 1
88239 Wangen im Allgäu

Melanie Griebe
melanie.griebe @wangen .de
Tel. 07522 / 74175

Johanna Müller
johanna.mueller @wangen .de
Tel.: 07522 / 74-174