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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen

Mutige Entwürfe für die Reithalle

Zwei Büros liegen gleichauf – Entscheidung fällt im Herbst

Wie der Neubau der Reithalle am südlichen Ende der ERBA aussehen könnte, ist am späten Freitagnachmittag durch eine Jury aus Experten und Mitgliedern des Reitvereins entschieden worden. Zwei Entwürfe sind gemeinsam auf Rang zwei gesetzt worden: Florian Nagler Architekten, München mit Pirmin Jung, Ingenieure, Sinzig und Johannes Kaufmann mit merz kley partner, Dornbirn. Auf Rang drei setzte die Jury den gemeinsamen Entwurf von KO/OK Architekten und Tragform Ingenieure, Stuttgart.  Sehr zufrieden mit der Auswahl waren nach Abschluss des Verfahrens die Reitvereinsvorstände Andrea Bietsch und Jürgen Kaiser.

Jürgen Kaiser, der in der Vergangenheit schon für verschiedene Wangener Vereine ehrenamtlich die Architektenrolle eingenommen hat, sagte: „Ich bin absolut zufrieden. Einer der beiden auf Rang zwei gesetzten Entwürfe war schon beim ersten Rundgang mein Favorit. Er passt zu uns und ist kostengünstig.“ Und Andrea Bietsch zeigte sich sehr zuversichtlich: „Das ist der Jackpot“, sagte sie. „So können auch unsere Mitglieder gut vorbereiten.“ Auch über das Verfahren war sie glücklich: „Wir wurden super wahrgenommen. Jetzt freuen wir uns auch die Architekten kennenzulernen.“

Insgesamt hatte die Jury aus Fachleuten, Gemeinderäten und eben den Vertretern des Vereins eine Auswahl aus 14 Arbeiten zu treffen. „Das ist echte Championsleague“, sagte Architekt Gerd Grohe, der mit seinem Büro den Wettbewerb organisiert hatte. „Unter den Berwerbungen waren auch sehr mutige Entwürfe.“ Dem Gebäude am südlichen Ende der ERBA kommt nach Ansicht von Gerd Grohe eine besondere Bedeutung zu. „Es ist Endpunkt im Gelände und geht in den Grünbereich über“, sagte er. Gesucht wurde also ein Entwurf, dessen Ausstrahlung und Charakter zu diesem Ort passt.

Nun sollen die drei erstplazierten Büros Gelegenheit bekommen, ihre Vorschläge noch einmal zu überarbeiten. Dazu bekommen sie die Hinweise, die das Preisgericht bei der Prüfung zusammengetragen hat. Dann wird es im Herbst ein kleines Preisgericht geben, das den Sieger kürt. Wobei Experten davon ausgehen, dass unter den beiden auf Rang zwei liegenden Vorschlägen letztlich auch der Sieger sein wird.

Konstanzer Architektenbüro gewinnt Wettbewerb

Planung für günstigen Wohnraum auf dem großen Platz im Auwiesen-Gelände geht jetzt in nächste Runde

Den Realisierungswettbewerb für das Thema Punkthaus im Auwiesen-Gelände hat das Konstanzer Büro Rogg Architekten gewonnen.

Nach einem langen Tag stand abends gegen 20 Uhr der Sieger fest. Dass es so lange gedauert hatte, lag unter anderem an der schwierigen Aufgabe, die das Bewertungsgremium aus Architekten, Technikern, Städteplanern und Gemeinderäten zu bewältigen hatte, wie Oberbürgermeister Michael Lang sagte. Das Grundstück habe durch seine Dreieckform schwierige Rahmenbedingungen und es seien zahlreiche qualitativ hochwertige Arbeiten eingegangen. 19 Arbeiten waren eingegangen. Typisch für Wangen sei, dass am Ende eines Wettbewerbs die Beteiligten immer einen guten gemeinsamen Weg gefunden hätten, der auch im Interesse des Bauherrn liege, sagte Lang.

Bauherren sind die Volksbau Wangen, die durch den Architekten Andreas Veauthier vertreten war, und die Umweltbank mit Sitz in Nürnberg, vertreten durch Matthias Winkler. Sie wird Miteigentümerin und finanziert auch den Bau, wie Winkler sagte.

Die Herausforderung für die Architektenbüros bestand neben dem dreieckigen Grundstück auch in den Wünschen nach hochwertiger Bauweise zu günstigem Preis sowie in der Holzbauweise, die im Auwiesengebiet vorgesehen ist.

In mehreren Rundgängen wurde eine engere Wahl ermittelt, über die besonders intensiv diskutiert wurde. Am Ende einigte sich die Runde mit großer Mehrheit auf den am ersten Rang platzierten Büro Rogg aus Konstanz, wie Architekt Gerd Grohe aus Stuttgart im Anschluss erläuterte, der die Organisation des Wettbewerbs leitete.

Im nächsten Schritt folgt nun das Verhandlungsverfahren, VGV-Verfahren, in das unter anderem das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs einfließt und in dessen Verlauf das Projekt auf seine Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Honorarkosten geprüft werden.  In der Regel erhalte auch im Verhandlungsverfahren der Sieger des Realisierungswettbewerbs den Zuschlag, sagte Grohe.

Die Planungen des Büros Rogg sehen drei gleich hohe Gebäude auf dem Platz zwischen Hochkanal, Vereinshäusern und Wohngebäude der Baugenossenschaft vor. Eine Tiefgarage unter dem nördlichen Gebäude soll den notwendigen Parkraum bieten. In den Gebäuden sollen Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts von zwei bis fünf Zimmern und auch Sonderwohnformen möglich sein. Da durch die Holzbauweise viele Teile vorgefertigt werden können, dürfte der Bau zügige Fortschritte machen. Baubeginn ist voraussichtlich 2020.

Auf Rang 2 setzte das Bewertungsgremium das Büro Ackermann + Raff GmbH, Stuttgart. Rang drei ging an Ludescher + Lutz Architekten ZT GmbH, Bregenz.

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