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Förderprogramme

Sanierungsgebiet ERBA-Auwiesen "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt"

Mit Aufnahme in das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" im Jahr 2010 sollen neben den sozialen Problemen auch die städtebaulichen Herausforderungen und Problemlagen im Quartier ERBA-Auwiesen angepackt werden.

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen sowie insgesamt vier Bürgerbeteiligungsverfahren wurden folgende Sanierungsziele definiert:

  • Erhaltung der Nutzungsvielfalt: Die Sanierung verfolgt das Ziel, grundsätzlich alle verträglichen Nutzungen am Ort zu halten und in die künftige Entwicklung einzubinden.
  • Stärkung der Wohnnutzung: Schaffung eines zukunftsfähigen Wohnstandorts, Einbeziehung der Hochhaussiedlung, Stabilisierung der vorhandenen Strukturen durch das Angebot preisgünstiger Mietwohnungen und der Förderung von Wohneigentum.
  • Stärkung der gewerblichen Nutzung: Ausweisung eines hochwertigen Gewerbegebietes in attraktiver Lage zwischen Kernstadt und Landschaft mit guter verkehrlicher Anbindung.
  • Erlebbarmachung der Oberen Argen und Anbindung an die Landschaft: Schaffung von attraktiven Verbindungsachsen für die Kernstadt und das Wohngebiet Berger Höhe in die Landschaft entlang der Oberen Argen, Einbeziehung und Erlebbarmachung der Uferbereiche in den Erholungs- und Freizeitraum,
  • Berücksichtigung des alten Baumbestandes.
  • Historische Bausubstanz: Erhaltung von Teilen der historischen Bausubstanz, Entwicklung eines unverwechselbaren Gebietscharakters mit eigener Identität.
  • Realisierung des zusammenhängenden Quartiers "Spinnereiviertel" und nachhaltig wirksame Stabilisierung der vorhandenen Wohnnutzung im Bereich Auwiesen.
  • Aufwertung der gewerblichen Nutzungen im Bereich ERBA durch Anbindung an den Grünraum im Süden.
  • Schaffung eines hochwertig gestalteten Freiraums als Verbindung von Landschaft und Kernstadt mit attraktiven gestalterischen Elementen im Spinnereiviertel.

Diese Sanierungsziele und Wünsche aus den Bürgerbeteiligungen flossen als Empfehlungen in den Auslobungstext zum Realisierungswettbewerb zur Landesgartenschau 2024 sowie den Rahmenplan ein.

Neue Mitte ERBA-Quartier (Umsetzung 2016 - 2017)

Die meisten Gebäude der Baumwollspinnerei stehen als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz und sind aufgrund des langjährigen Leerstandes baufällig. Durch den Abbruch des abgängigen Kesselhauses (geplant 1. Quartal 2016) werden das denkmalgeschützte Comptoirgebäude (Teilgebäude des Kesselhauses) und der denkmalgeschützte, stadtbildprägende Schornstein freigestellt und ein zentraler Platz im Bereich der Neuen Spinnerei geschaffen.

Um mögliche (Nach-)Nutzungen des Erdgeschosses der Neuen Spinnerei nicht einzuschränken, wird die Platzfläche vor der Neuen Spinnerei möglichst flexibel gestaltet und multifunktional nutzbar sein sowie eine Anbindung an die Innennutzung der neuen Spinnerei ermöglicht.

Während der Schornstein bereits als städtebauliches Wahrzeichen und Orientierungspunkt im Stadtbild gilt und in seiner Funktion gesichert wird (Denkmalschutz), ist geplant, das denkmalgeschützte ehem. Comptoirgebäude als Dokumentations- und Informationszentrum auszubauen.

"Platz der Jugend und Begegnung der Generationen" (Umsetzung 2016 - 2020)

Die Stadt Wangen erhält zum zweiten Mal einen Zuschuss des  Bundesbauministeriums für die Neugestaltung der ERBA.  2,5 Millionen Euro fließen jetzt aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“, das ein Gesamtvolumen von rund 41 Millionen Euro umfasst, nach Wangen, wie das Ministerium mitteilte.

Mit dem Projekt ´Ein Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen´ soll der Kernbereich der ehemaligen Fabrikation neu geordnet und gestaltet werden sowie auch die ehem. Pförtnerloge mit angrenzender Lagerhalle als prägnanter Haupteingang der Baumwollspinnerei saniert und wiederbelebt werden.

Um ein bürgernahes Gestaltungs- und Nutzungskonzept für das Gebäude und die angrenzende Freianlage zu entwickeln, ist die intensive Einbindung der Bürger und Jugendlicher vorgesehen. Aus diesem Partizipationsprozess sollen ´Bürgerprojekte´ definiert werden, die einerseits  in die übergeordnete Gestaltung der Anlage eingebunden werden. Andererseits soll auch ermöglicht werden, dass sich die Ideengeber durch u. a. Übernahme von Pflege-Patenschaften langfristig für diese Projekte verantwortlich zeigen können.

Das Projekt ´Ein Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen´ setzt sich aus folgenden Projektbausteinen zusammen:

1.   Baustein Kopfbau ´Pförtnergebäude´:

Geplant ist die Sanierung und Umnutzung des Pförtnergebäudes mit multifunktional nutzbaren Räumen für Kultur und Bildung.

 2.   Baustein ´Freiraumgestaltung Festwiese´:

Nach dem Abbruch der ehem. Spinnereivorbereitung soll der neu entstehende Freiraum zwischen ehem. Weberei und Hochkanal als Fest- und Veranstaltungswiese gestaltet werden. Die Fläche soll so ausgestattet sein, dass in diesem Bereich auch – ergänzend zu innerstädtischen Angeboten - Veranstaltungen wie Konzerte und Open-Air-Kino stattfinden können. Die Festwiese sollte darüber hinaus auch als Bolzplatz oder als Aufenthaltsfläche nutzbar sein. Die Räumlichkeiten im Kopfbau und die Festwiese ermöglichen somit größere Veranstaltungen „draußen oder drinnen“.

 3.   Baustein „Unterführung Hochkanal“:

Die geplante Unterführung des Hochkanals soll als Verlängerung der Rudolf-Steiner-Straße bzw. des Rittelmeyerwegs das ERBA-Areal mit der Auwiesensiedlung verbinden.

Die  Hochkanal-Unterführung bildet zusammen mit der Freifläche einen neuen, barrierefreien Übergang zwischen der Auwiesensiedlung und dem ERBA-Areal sowie einen gemeinsamen Festplatz.

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