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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Donnerstag, 15. August 2019

25 historische Kutschen fahren zwei Tage lang rund um Wangen

Ein echtes Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer verspricht die Clubausfahrt des Deutschen Traditionsfahrclubs für historische Pferdegespanne von Donnerstag, 15. bis Sonntag, 18. August 2019 rund um Wangen im Allgäu.

25 Kutschen vom Einspänner bis zum Vierspänner nehmen an dem Treffen teil, zu dem Kutschen aus ganz Deutschland anreisen. Diese Kutschen sind teilweise an die 100 Jahre alt. Die Vielfalt der Gespanne ist groß und lässt sich an Bezeichnungen wie Ungarischer Jagdwagen, Reiseomnibus, Cocking-Cart, Victoriakutsche, Phaeton, Caleche, Brek oder Roadcoach ablesen. Fahrer, Beifahrer und Gäste reisen in stilvoller Kleidung, wie man es vor 100 Jahren machte. Das heißt, die Damen sitzen im langen Kleid mit Hut und die Herren – je nach Funktion – in Uniform, Frack oder Cut und Zylinder in der Kutsche oder auf dem Kutschbock. 

Stationiert sind die ca. 60 Pferde in einem großen Stallzelt beim Hofgut Dürren. Das Hofgut Dürren ist nicht von ungefähr Station, denn der vormalige Eigentümer Oskar Farny war selber Fahrer eine seltenen Sommer-Winter-Kutsche, die ebenfalls in Fahrt zu sehen sein wird.

Die erste Ausfahrt am Freitag, 16. August 2019, um 9.30 Uhr von Dürren über Rielings nach Kisslegg geplant. Die Mittagsrast zwischen 11.30 und 13 Uhr wird im malerischen Schlosspark eingelegt.  Anschließend geht die Fahrt durch das württembergische Allgäu zurück zum Hofgut Dürren.

Bei der zweiten Ausfahrt am Samstag, 17. August 2019, führt die Reise ab 9.30 Uhr durch die reizvolle Allgäulandschaft über Ratzenried - Zurwies - Laudorf - Deuchelried und Oflings nach Beutelsau. Nach dem Mittagsstopp von ca. 11.30 Uhr bis 13 Uhr im Biergarten kehren die Kutschen über Oflings - Ahegg zurück zum Hofgut Dürren. Da die Fahrzeuge nacheinander starten und idealerweise ankommen, sind bei der Rast nur für kurze Zeit alle zusammen. Die Abfahrt der letzten Kutsche in Beutelsau ist um 14.30 Uhr geplant. 

Organisiert wird das Treffen von Hans Lanz aus Neuravensburg und Andreas Veser aus Kißlegg. „Der Club wurde 2010 gegründet“, erzählt Hans Lanz und vereint Fahrer aus allen Teilen Deutschlands, die die Liebe zur traditionellen Kutschfahrt teilen. Wobei die Zeit zwischen 1850 und etwa 1950 gemeint ist, wie er ergänzt. „Gut bürgerliche und adlige Häuser hatten einen Kutscher in Uniform und auch die begleitenden Grooms steckten in einer Kleidung, die zum Hause passte“, sagt er. „Je nach Bedeutung und finanzieller Ausstattung der Herren, war auch die Uniform des Personals auf dem Kutschbock mal mehr, mal weniger edel.“ War der Eigentümer der Kutsche selbst aus der Fahrer, war er am grauen Zylinder erkennbar. Die Bediensteten hingegen trugen schwarze Zylinder oder Melonen.

Wer sich für diese Art des Reisens interessiert, ist willkommen an den Treffpunkt, entlang der Strecke oder in Dürren vorbeizuschauen.