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Mittwoch, 6. Mai 2020

Anita Mutvar ist die neue Integrationsbeauftragte in Wangen

Integrationsbeauftragte Anita Mutvar

In der Stadt Wangen und den Ortschaften leben rund 3400 Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. Das sind bei einer Gesamteinwohnerzahl von rund 28000 Bürgerinnen und Bürgern etwas mehr als 12 Prozent. Die meisten Zuwanderer, rund zwei Drittel, sind Europäer, wie Anita Mutvar sagt.

Sie arbeitet seit dem Jahresbeginn als Integrationsbeauftragte bei der Stadt und richtet ihren Blick auf alle Fragen der Integration. Die Stelle der Integrationsbeauftragten wird mit Mitteln des Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.

Integrationsbeauftragte sind in erster Linie Netzwerker. Sie sind die zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinierungsstelle der Stadt für alle Integrationsangelegenheiten. Das bedeutet auch, die Integrationsbeauftragten wirken nach außen in die Vereine und Organisationen und nach innen in die Verwaltung. Ein Ziel dabei ist unter anderem, die Vielfältigkeit der Menschen sichtbar zu machen, aber auch die Angebote und Möglichkeiten vor Ort zu zeigen von der Arbeit über Ausbildung, Bildung, Kultur bis hin zum Sportverein und anderen. Klassischerweise kennen Integrationsbeauftragte die Gruppen und Menschen, um die es geht, und deren Vertreter persönlich. Denn sie wollen diese Gruppen auch untereinander vernetzen und diese Netzwerke transparent machen. „Für die Menschen, die dazukommen, ist es immer spannend zu sehen, was es an Angeboten und Vereinigungen gibt“, sagt Mutvar und ergänzt: „Auch für Menschen, die schon lange in der Stadt wohnen, könnte es interessant sein, zu sehen, was es an Neuem gibt oder was schon lange da ist, aber man wusste es nicht.“ 

Deshalb gehört es zum Kerngeschäft in ihrem Beruf, Kontakte zu knüpfen. „Wir lernen über die Kontakte einzuschätzen, was in einer Stadt fehlt, damit Menschen mit Migrationsgeschichte schneller und leichter hier im Leben ankommen“, sagt Mutvar.

Kaum hatte sie in dieser Netzwerkarbeit begonnen, Fahrt aufzunehmen, da wurde Anita Mutvar durch die Kontaktbeschränkungen wegen des Corona-Virus ausgebremst. Was es in Wangen auf jeden Fall gibt – und das hat sie bereits in der ersten Zeit gesehen – ist eine hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. „Das sieht man zum Beispiel bei den Mutmachern für Wangen, die sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gegründet haben, um Menschen zu unterstützen. Oder bei den Ehrenamtlichen im Netzwerk Asyl oder den vielen Einzelpersonen, die sich in der Stadt engagieren“, sagt Mutvar. 

Die Möglichkeiten von Integration beschäftigen Anita Mutvar bereits ihr Leben lang. So schloss Anita Mutvar 2008 an der Universität in Münster ihren Magister in Ethnologie, Politikwissenschaft und Soziologie erfolgreich ab und widmete sich dann den Themen Migration und Integration zunächst beim Verein OASE Berlin. Dort leitete sie die Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Aufgewachsen im Oberallgäu, zog es sie 2015 zurück und sie übernahm die Leitung und Koordinierung des bürgerschaftlichen Engagements im Bereich Flucht und Integration für den Caritasverband. Nach knapp zwei Jahren in Leutkirch als Integrationsbeauftragte arbeitet sie jetzt seit Anfang des Jahres 2020 in Wangen. 

Info: Erreichbar ist Anita Mutvar im Rathaus, Marktplatz 1, Zimmernr. 002, per Email über anita.mutvar@wangen.de oder telefonisch unter 07522 / 74294, mobil: 0160/97059096.