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und Wohlfühlen
Samstag, 10. August 2019

Architekten und Bauherren für das Auwiesengelände ausgewählt

Die Entwürfe der Sieger-Duos Architekten Ackermann + Raff, Tübingen und Siedlungswerk, sowie Architekt Gerhard Feuerstein, Lindau, und Firma Hebel wurden von der Jury als erste Preisträger ausgewählt. Die Weichen für die weitere Entwicklung im Auwiesengelände sind damit für die Bebauung des Areals gestellt.

Die Gebäude sollen unter anderem durch die Holzbauweise der Siedlung einen besonderen Akzent erhalten.

Während Ackermannn +Raff mit dem Partner Siedlungswerk auf dem Gelände zwischen den Vereinshäusern und dem früheren Hundetrainigsplatz Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts und Einfamilienhäuser auf kleinen Grundstücken bauen wollen, planen Feuerstein und Hebel gemeinsam Mehrfamilienhäuser und sogenannte Townhouses auf dem Gelände im Argenknie, das vom Reitverein freigemacht wird. 

Das Siedlungswerk agiert seit seiner Gründung durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart 1948 in vielen Städten im Land und legt nicht nur auf den Bau von Wohneinheiten einen Schwerpunkt, sondern auch auf die soziale Entwicklung im Quartier. Das lässt sich auch aus dem für Wangen entworfenen Projekt entnehmen. So heißt es dort: „Im Nachbarschaftshof Auwiesen legen wir Wert auf eine sozial gut durchmischte und lebendige Wohngemeinschaft.“ So soll in den geplanten Mehrfamilienhäusern die Hälfte der Wohnungen als Familienwohnungen mit drei und vier Zimmern ausgelegt werden. Ein Drittel der geplanten Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein - gegenüber 15 Prozent, die gefordert sind. Auch bei den Haustypen sind verschiedene Größen vom 4- bis 6-Zimmer-Haus geplant. Sowohl für Käufer als auch für Mieter soll es laut Siedlungswerk einen Nachlass pro Kind geben.

Durch das Gelände führen Wege, die Verbindung ins Landesgartenschaugelände schaffen sollen. Geplant ist ein sogenannter Nachbarschaftshof, der – mit einem Pavillon versehen – zum Austausch unter den Nachbarn animieren soll. 

Das Quartier im Argenknie hat Architekt Gerhard Feuerstein aus Lindau mit insgesamt acht Baukörpern überplant, die teils aus so genannten „Townhouses“ – das heißt kleine Grundfläche und mehrere Stockwerke - und aus Geschosswohnungen bestehen sollen. Sie sind so angeordnet, dass sich „kleine Wohnhöfe und Freibereiche bilden, die eine hohe Wohnqualität versprechen“, wie es in den Ausführungen zum Projekt heißt. Auf diesen Flächen sollen auch Wasserspiele oder Sitzbänke Platz finden. Das Wegenetz lässt die Verbindung ins Quartier und in die Natur gleichermaßen zu. Bauherr wird die in der Region bekannte Firma Hebel sein. 

Die Stadt Wangen hat den Wettbewerb bewusst zweigeteilt ausgeschrieben. So sollte ein vielseitiges Angebot entstehen und es sollten sich auch kleinere Anbieter angesprochen fühlen, wie es hieß.

Info:

Alle Entwürfe sind in der Stadthalle ausgestellt und für die Öffentlichkeit zugänglich von Samstag, 10. August 2019 bis Mittwoch, 14. August 2019. Dies sind die Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr, Montag 12 bis 15 Uhr, Dienstag und Mittwoch 10 bis 13 Uhr.