background
Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Montag, 25. Juni 2018

Auf dem Landesgartenschaugelände geht es voran

Rund 40 Interessierte haben sich am Freitag dem Bürgerspaziergang zur Landesgartenschau 2024 angeschlossen. Auffallend viele neue Gesichter waren darunter, wie sich bei der Umfrage von Stadtplanerin Melanie Griebe bestätigen sollte.

Sie legte einen Schwerpunkt der Führung auf die Argen. „Jetzt im Sommer nimmt man sie beim starken Wuchs der Pflanzen gar nicht richtig war“, sagte sie und fand viel Beifall für ihre These. Deshalb sollen an verschiedenen Orten wie an der Hochwasserente oder auf Höhe der Brücke zur den Sporthallen auf der Argenisel Ausbuchtungen entstehen, die es ermöglichen, am Fluss zu sitzen. Selbstverständlich werde darauf geachtet, nicht den Hochwasserschutz zu gefährden.

Der Weg über die Karlstraße, den die Gruppe nahm, demonstrierte vor allem eins: Die Anbindung der Argeninsel und des Parkplatzes beim Milchpilz an die Altstadt könnte verbessert werden. „Wer sich nicht auskennt, weiß nicht, in welche Richtung er gehen soll.“, sagte Griebe. Also werde auch dieses Areal verändert. Die Argeninsel soll in ihrer vollen Länge begehbar werden. Außerdem ist geplant, die umzäunten Sportplätze zwischen Argensporthalle und Argen zu öffnen und ein öffentliches Freizeitgelände entstehen zu lassen. Am Gehrenberg sollen hingegen zusätzliche Sportmöglichkeiten entstehen.  

Die Wege dort – im späteren Bürgerpark – sollen so verändert werden, dass Spaziergänger und flotte Radfahrer nicht mehr konkurrieren. Die Radler sollen unterhalb der Bahnbrücke auf die andere Argenseite gelotst werden, damit sie schnell in die Schulen oder in die Stadt gelangen können. Bisher seien die Wege so gerade, dass man nicht verweilen wolle. „Sie gleichen eher Fluchtwegen aus der Stadt“, sagte Griebe. Am früheren Zirkusplatz sei ein generationenverbindender Spielplatz denkbar.  Auf Veränderungen auf diesem Areal werden die Wangener möglicherweise nicht mehr lange warten müssen. Die arbeiten könnten bereits im Herbst beginnen.

Wettbewerb für Holzbau ist geplant

Der Weg führte die Gruppe dann über die neue Fußgängerbrücke über die Argen zwischen Südring und Auwiesensiedlung. Mit wenigen Schritten stehen Spaziergänger jetzt am heutigen Reitplatz, der in absehbarer Zeit verlegt wird Richtung Stadteingang. Auf diese Weise soll Platz für Wohnhäuser entstehen.  Die Stadt beabsichtigt, in diesem Gebiet Häuser und Wohnungen vor allem für junge Familien zu schaffen. Holz soll ein bestimmender Baustoff sein, weswegen bald ein Wettbewerb zu diesem Thema ausgeschrieben werden soll.

Die Auwiesensiedlung soll dann auch durch eine Unterführung unter dem Hochkanal besser fußläufig und mit dem Rad an die ERBA und die Einkaufsmöglichkeiten in dem Gebiet angeschlossen werden. Zudem eröffne die Unterführung auch den Bewohnern der Berger Höhe einen kurzen Weg zu einem der schönsten Argenabschnitte in Wangen, wie Griebe sagte.

Ab Herbst geht es in die Bürgerbeteiligung

Auf dem Gelände der ERBA sind inzwischen deutlich die Fortschritte erkennbar. Ein Entwässerungsbecken wird bereits gebaut und Kanalrohre werden verlegt. Echte Schmuckstücke sind inzwischen die Neue Mitte und das Comptoirgebäude, die im Mai mit einem Fest der Öffentlichkeit übergeben wurden. Ab Herbst, so sagte Melanie Griebe, seien die Bürger wieder gefragt, wenn es um die Ausstattung der neuen Halle „Die Fabrik“ geht sowie den Platz für die Jugend und die Begegnung der Generationen.  Neben dieser neuen robusten Veranstaltungshalle werden dreigeschossige Parkmöglichkeiten entstehen: ganz oben für die ERBA-Bewohner, in der Mitte für jene, die in der ERBA arbeiten und im Erdgeschoss für Besucher oder Nutzer der Gastronomie, die nach Möglichkeit im Erdgeschoss der Neuen Spinnerei eröffnen soll.

Teilnehmer am Bürgerspaziergang waren auch Beate Leupolz und Andreas Rommel, die inzwischen eine touristische Führung zum Thema ERBA und Landesgartenschau entwickelt haben. Ihre nächste Führung unter dem Titel „Das war – das ist – das wird…“ ist am Samstag, 14. Juli 2018, von 14 bis 16 Uhr. Treffpunkt ist das Alte Feuerwehrhaus am Kanalweg, das zu einem Eingangsgebäude für die Landesgartenschau 2024 ausgebaut werden soll.