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Dienstag, 8. Januar 2019

Bürgerbeteiligungs-prozess geht an Green City Experience

Wie die Festwiese genutzt und ausgestattet werden soll, dazu ist eine Bürgerbeteiligung geplant. Grafik: Axel Lohrer

Die Stadt Wangen nimmt die Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung der Festwiese und der Ausstattung des Pförtnergebäudes mit ins Boot. Im März 2019 geht es los.

Für die Bürgerbeteiligung stellt der Bund innerhalb seiner Förderzuwendung im Programm Nationale Projekte des Städtebaus 105 000 Euro zur Verfügung, damit dieser Prozess durch eine professionelle Agentur gesteuert werden kann. Der Gemeinderat hat jetzt die Münchner Agentur „Green City Experience“ mit dem Projekt betraut.

„Green City Experience stellt uns sehr viel Erfahrung im Umgang mit Bürgerbeteiligungsprozessen zur Verfügung und moderiert den Prozess“, sagt Johanna Müller, bei der Stadt zuständig für die Organisation des Verfahrens. „Letztlich bleibt aber die Stadt Regisseur in dem Verfahren.“

Dieses Verfahren wird sich über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren erstrecken. Um für die Bürgerbeteiligung gerüstet zu sein, erarbeiten sich die Mitarbeiter von Green City Experience zunächst das entsprechende Hintergrund- und Grundlagenwissen. Sie lassen sich ebenso mit sämtlichen Informationen über die ehemalige Baumwollspinnerei- und weberei speisen, wie mit den Wünschen, die bereits bisher an die Stadt Wangen herangetragen worden sind. 

Auf dieser Basis findet im März 2019 ein Expertenworkshop statt, bei dem Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinen den aktuellen Wissenstand erarbeiten werden. In dieser Runde wird erarbeitet, wer über den dort beteiligten Personenkreis hinaus noch in den Prozess eingebunden werden soll. Die eigentliche, breite Bürgerbeteiligung beginnt am Samstag, 11. Mai 2019 mit einem Fest in der Neuen Mitte in der ERBA. In diesem Rahmen werden Mitarbeiter der Stadtplanung und von Green City Experience das Projekt vorstellen und zur Beteiligung einladen. Über einen Online-Fragebogen können bis Juli 2019 Meinungen, Wünsche, Ideen und Bedenken geäußert werden. 

Damit der „Platz für die Jugend und die Begegnung der Generationen“ – wie es im Förderbescheid steht – auch seinem Namen gerecht wird, soll auch die Jugend gezielt in den Beteiligungsprozess eingebunden werden.  Entsprechende Gruppen wie beispielsweise der Jugendgemeinderat oder das städtische Jugendhaus, aber auch Jugendliche aus Vereinen sollen als Multiplikatoren für die Beteiligung werben und den Link für den Fragebogen möglichst weit streuen.

Beim Stadtteilfest am Sonntag, 8. September 2019, werden die Ergebnisse der Befragung bekannt gegeben. Sie werden wiederum Grundlage sein für die weiteren Schritte. Zunächst schließen sich verschiedene Rundgänge auf dem Gelände an – mit Gruppen, die nach bestimmten Kriterien zusammengestellt werden.

Green City Experience erarbeitet aus all den dort gewonnenen Ergebnissen die Grundlage für einen weiteren Workshop für alle Bürger und Bürgerinnen im Januar 2020. In diesem Rahmen sollen die Ergebnisse konkretisiert und in Projektionen für die Zukunft umgesetzt werden. Anschließend werden diese Überlegungen auf ihre Umsetzbarkeit abgeklopft. Dieser Prozess geschieht im Zusammenwirken der Stadt Wangen und den Mitgliedern des Expertenworkshops. Zehn bis 20 Projekte sollen dabei ausgewählt werden.

Im Frühjahr 2020 werden dann die Ergebnisse dieses sogenannten Realitätschecks präsentiert und Personenkreise zusammengeführt, die ähnliche oder gleiche Ideen hatten. Im Rahmen eines Festes im Mai oder Juni 2020 werden im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung Bürgerprojekte prämiert und alle Ergebnisse vorgestellt. Beim Stadtteilfest im September 2020 werden die Gruppen, deren Projekte ausgewählt wurden, auf die konkrete Umsetzung vor Ort vorbereitet.