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Donnerstag, 25. Februar 2021

Der Park bei der Hochwasserente ist im Wandel

Bilder und der Plan vom künftigen "Stadtgarten" im Argenpark. Bildautor: Landesgartenschau GmbH

An verschiedenen Stellen beginnt in diesem Jahr die Umgestaltung jener Bereiche, die als Daueranlagen der Stadt auch weit nach der Landesgartenschau 2024 erhalten bleiben und neue Lebensqualität geben werden. Derzeit laufen die Vorarbeiten für die Renaturierung der Oberen Argen.

Das Planfeststellungsverfahren läuft. Auch die Vorbereitungen für die Neugestaltung der Anlage bei der Hochwasserente sind in vollem Gange.

Die Obere Argen wird an mehreren Punkten naturnah ausgebaut. Dem Hochwasserschutz wird dabei voll und ganz Rechnung getragen. An einigen Stellen wird der Flusslauf aufgeweitet, womit es auch ermöglicht wird ans Wasser zu kommen, wo dies bisher von einer steilen Böschung verhindert wird. Ziel ist es, den Fluss sichtbar und erlebbar zu machen.

Aus dem Grünbereich soll ein Garten werden

In den kommenden Wochen und Monaten werden die Wangener und Wangenerinnen „ihren“ kleinen Park bei der Hochwasserente komplett im Umbau sehen. Er ist auf den Plänen zur Landesgartenschau 2024 Teil des Argenparks und trägt dort vorläufig den Namen „Stadtgarten“.

„Der Abschnitt ‚Stadtgarten‘ im Argenpark ist wegen seiner direkten Nähe zur Altstadt, aber auch zu der Wohnbebauung am Rande schon heute eine sehr wichtige Anlage für die Stadt Wangen“, sagt Oberbürgermeister Michael Lang. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt dieser Grünbereich im Wesentlichen den Hochwasserschutzbauten, die dort seit 2005 die Landschaft modellieren und für Laien kaum erkennbar sind. Gekennzeichnet ist das Areal bisher durch Bäume, Sträucher, Rasenflächen, die Boccia-Bahn und den Fußweg, der vor allem zum Weitergehen, weniger zum Bleiben animiert. Nun soll die Anlage durch eine neue Wegeführung und mit ansprechender Bepflanzung in einen „Stadtgarten“ vor den Toren der Altstadt umgestaltet werden.

Sitzstufen am Fluss

Auf diese Weise soll sich auch die Aufenthaltsqualität im Park deutlich verbessern. Sitzstufen am Fluss sollen an dieser Stelle den Zugang zur Oberen Argen ermöglichen. Die Wegeführung wird neu angelegt, so dass Spaziergänger dort gerne flanieren. Neue Pflanzflächen geben dem „Stadtgarten“ ein Bild, das diesem Namen entspricht. Attraktive Staudenflächen, Pergolen, Blumenwiesen oder Rosen bieten dem Auge künftig mehr als nur Grün. Gleichzeitig werden neue Bäume und Hecken angepflanzt. Sie dienen unter anderem als Abstandsgrün und Sichtschutz zu den privaten Anliegern im östlichen Bereich.

Lebensraum für Vögel  und Insekten

Bei dieser Neuanlage geht es nicht nur um eine Verschönerung des Areals, sondern auch darum, das Gelände als Lebensraum und Nahrungsquelle für Vögel, Insekten wie zum Beispiel Bienen aufzuwerten. Die Boule-Bahn bleibt erhalten. Sie wird lediglich etwas verlagert.

Ein scheinbar kleines, aber wichtiges Detail ist die künftige Ausrichtung der Sitzbänke. Bisher kann man sich auf den vorhandenen Bänken fast ausschließlich mit dem Rücken zur Altstadtsilhouette und zum Fluss niederlassen und in die Wohnbebauung schauen. Im Zuge der Neugestaltung werden die Bänke anders aufgestellt. Wer sich dort niederlässt, genießt dann auch den Blick auf die mittelalterliche Stadt und den Fluss sowie in den Stadtgarten selber.

Dafür haben jetzt auch die Vorarbeiten begonnen. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben Bäume und Sträucher am Argenufer und innerhalb der Grünanlage ausgelichtet und teilweise auch weggenommen.

Info: Das Gelände wird im Lauf des Frühjahrs mit einem Bauzaun gesichert und bleibt vorläufig geschlossen. Fußgänger und Radfahrer, die aus dem östlichen Bereich in Richtung Altstadt wollen und umgekehrt, nutzen dann bis auf Weiteres den ersten Fußgängersteg nach der Isnyer Brücke oder den Gallussteg.