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Montag, 20. April 2020

Die Baustelle im Freibad Stefanshöhe läuft – trotz Corona

Bildautor: Stadt Wangen /sum

Die Großbaustelle im Freibad Stefanshöhe ist in ihrer letzten Etappe. Wann das neue Bad eröffnet werden kann, muss offen bleiben.

Derzeit sind verschiedene Handwerker an der Arbeit rund um den Kinderplanschbereich sowie im Bereich der Umkleiden zwischen den großen Becken. Ziel für die Eröffnung ist weiterhin Ende Mai / Anfang Juni – auch wenn derzeit niemand sagen, ob der Termin trotz der Corona-Pandemie gehalten werden kann. Oberbürgermeister Michael Lang ließ sich jetzt auf den neuesten Stand bringen.

Nicht nur wegen der Eröffnung – auch wegen der Organisation auf der Baustelle – ist das Virus ein Thema im Freibad Stefanshöhe. Die Bautrupps können die Umkleiden und Toiletten bei der Eisbahn nutzen. „Dort können sie auch Hände waschen und die Hygienemaßnehmen einhalten“, sagt Stefan Lontzek, Fachbereichsleiter Architektur und Gebäudemanagement. Und auch die Teams der verschiedenen Gewerke müssen aneinander vorbei gelotst werden. So arbeiten derzeit die Landschaftsbauer an der künftigen Wasserlandschaft im Kinder- und Familienbereich und ein Malerteam an der Pagode.

Zusätzlich wird täglich eine Liste geführt, welche Handwerker in welchen Teams auf der Baustelle sind. Schaut man vom Kinderbereich Richtung Pagode, so erinnert die Anlage an einen Dampfer. Der neue Aufzug, mit dem das Bad barrierefrei erschlossen wird, wirkt wie ein Schornstein. Auch die Pagode selber mit ihren Funktionen, Umkleiden, Sanitär- und Schwimmeisterbereich hat ein neues Erscheinungsbild: Holzlatten geben der Fassade eine Struktur, die sich gut ins Landschaftsbild einfügt, während das Grau am Dachaufbau die Form betont. Insgesamt wurde der Baukörper vergrößert. Der neue Vorbau dient als Umkleide mit zwei großen Sammelumkleiden und vier Einzelkabinen. Von außen ist dort ein Raum zugänglich, in dem Vereine ihre Sportgeräte lagern können. Duschen und WCs sind in der Pagode untergebracht, ebenso wie eine barrierefreie Umkleide mit eigener Nasszelle. So können künftig Menschen mit Gehbehinderung mit Hilfe des Aufzugs direkt zur Umkleide und zu den Becken gelangen.

Lift kommt auf Anforderung

Der Lift muss angefordert werden. Wer ihn braucht, klingelt und erreicht damit direkt die diensthabenden Bademeister. Sie können den Aufzug vom Handy aus starten. Auch künftig wird es in diesem Bereich Liegestühle für die Sonnenanbeter geben. Die Baustelle läuft gut, wie Lontzek sagt. Allerdings sind die Arbeiten in den Duschen ins Stocken geraten, weil die Fliesen aus Italien fehlen. Angesichts der Pandemie kommt es bei der Lieferung zu Verzögerungen. Der Aufenthaltsbereich für die Bademeister in der Pagode wurde vergrößert, mit dem Effekt, dass sie einen besseren Blick auf die beiden Becken haben. Zudem können sie mit einer flexibel verschiebbaren Zwischenwand einen Besprechungsraum abtrennen. „Sehr gut für uns ist, dass der DRK-Bereich gleich bei uns anschließt“, sagt Bademeister Maik Uliczek. 

In beiden großen Becken spiegelt sich Wasser. Dennoch wäre jetzt noch nicht die Zeit hineinzuspringen. Im Schwimmerbecken müssen noch letzte Nacharbeiten erledigt werden. Im neuen Freizeitbecken steht noch die Reinigung an. Die gute Nachricht: „Alle Attraktionen sind vom TÜV noch im Herbst 2019 abgenommen worden und sie funktionieren“, sagt Uliczek. Die Badegäste können sich heute schon auf eine große Wellenrutsche, einen Massagebereich mit Düsen und einen Schaukelbereich in der Mitte freuen. Wer gern kurze Bahnen schwimmt, kann das jetzt im Freizeitbecken ebenfalls tun. Menschen, für die Treppen und Leitern in Schwimmbecken eine Barriere bilden, können jetzt über eine breite Rampe bequem ins Freizeitbecken gelangen.

Von der bisherigen Ausstattung übrig ist der gelbe Pilz, über den Wasser fällt. Der Beckenrand wird wie beim Schwimmerbecken künftig mit Seilen versehen sein, um die Sicherheit der Badenden zu gewährleisten. Natürlich gibt es auch weiterhin seitlich die lange Rutsche, die in ein eigenes kleines Becken führt. 

Was die Besucher nicht sehen werden, was aber für den Badebetrieb am allerwichtigsten ist, sind die energetischen Sanierungen der gesamten Schwimmbadtechnik. Sie gewährleistet stets frisches Wasser in den Becken und angenehme Badetemperaturen von 25 Grad, arbeitet jedoch sparsamer als die alte, marode gewordene technische Ausstattung.Und noch eine gute Nachricht hatte Stefan Lontzek für OB Lang parat: Die Baukosten von 5,8 Millionen netto bleiben im vorgesehenen Rahmen. Die Stadt muss diesen Betrag ohne Förderung stemmen. „Dafür bekommen wir jetzt praktisch ein neues Bad“, sagt OB Lang.