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Donnerstag, 5. März 2020

Erster bestätigter Corona-Fall im Landkreis

Bildautor: File:3D medical animation corona virus.jpg: https://www.scientificanimations.com

Auch im Landkreis Ravensburg gibt es den ersten Corona-Fall. Wie das Landratsamt am Donnerstagvormittag mitteilte, ist eine Person mittleren Alters aus Wangen bestätigt an dem Virus Covid-19 erkrankt. Sie befindet sich derzeit in häuslicher Isolierung.

Nachricht des Tages: 5.3. 2020, 20 Uhr

Corona-Virus: ein bestätigter Fall in Wangen

Auch im Landkreis Ravensburg gibt es den ersten Corona-Fall. Es handelt sich dabei um eine Person mittleren Alters aus Wangen, bei der ein Test die Erkrankung mit dem Virus Covid-19 bestätigt hat. Der 39. Ostereiermarkt wird abgesagt.

Die betroffene Person befindet sich derzeit in häuslicher Isolierung, wie Landrat Harald Sievers am 5. März 2020 nachmittags in Ravensburg gegenüber der Presse mitteilte.
Weil die infizierte Person einen Sohn im Rupert-Neß-Gymnasium hat, wurden die Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse gestern Mittag nach Hause geschickt. Der Bub wurde getestet. „Das Ergebnis ist negativ“, hieß es am Abend von Seiten des Gesundheitsamts. Dennoch wird er zunächst bis auf Weiteres nicht zur Schule gehen.

Häusliche Isolation

Die infizierte Person, sowie deren weiteren Kontaktpersonen, wurden vom Gesundheitsamt in häusliche Isolation geschickt. Insgesamt sind derzeit 28 Personen Kontaktpersonen in Wangen isoliert.

Die infizierte Person war Mitte Februar bei einer beruflichen Großveranstaltung mit internationaler Beteiligung innerhalb Deutschlands gewesen und hatte kurz darauf unspezifische Grippesymptome gezeigt. Nachdem sie den Arzt aufgesucht hatte und sich entsprechend behandeln ließ, fuhr sie in den Urlaub nach Südtirol. Nach der Rückkehr Ende Februar wurde in der niedergelassenen Praxis in Wangen am 3. März 2020 ein Test auf das Virus Covid-19 veranlasst. Das positive Ergebnis erreichte die Behörden in der Nacht vom 4. auf den 5. März 2020.

Kontaktpersonen ermittelt


Das Gesundheitsamt des Landkreises hat daraufhin die notwendigen Maßnahmen getroffen, die bei Gefahr in Verzug zu ergreifen sind und für die Person den Aufenthalt zu Hause angeordnet.  Den Tag über wurden dann die Kontaktpersonen ermittelt. Dabei sei es wichtig, die Art des Kontakts herauszubekommen. Denn es bestehe ein Unterschied, ob man sich im Vorübergehen auf der Straße begegne oder einen so genannten „Face-to-Face-Kontakt“ für rund 15 Minuten im Abstand von bis ca. einem Meter habe, wie der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Michael Föll, sagte. Die Recherchen dauerten noch an, sagte Dr. Föll. Er habe mit dem Betroffenen telefoniert. Dieser fühle sich gut.

Öffentliches Leben kann weitergehen

Oberbürgermeister Michael Lang machte deutlich, dass die Stadt Wangen alles dafür tue, dass das öffentliche Leben wie gewohnt weitergehen kann. Dem pflichtete auch Landrat Sievers bei. Für den Betroffenen und sein Umfeld habe sich die Situation deutlich verändert durch die Diagnose, nicht aber für das öffentliche Leben. Die allgemeine Lage sei die dieselbe wie zuvor.

Ostereiermarkt wegen Art der Veranstaltung abgesagt

Die Stadt Wangen beobachte die Lage bereits seit vergangener Woche und lege sich die unterschiedlichsten Szenarien zurecht, sagte OB Lang. Weil sich die Lage täglich verändere, müsse man sie aufmerksam beobachten. Das gelte auch für öffentliche Veranstaltungen. Man müsse jede für sich betrachten und prüfen, ob sie stattfinden könne. Für lokale Veranstaltungen mit einem eingeschränkten Personenkreis sieht er derzeit keinen Grund zur Absage. Anders sei es beispielsweise beim Wangener Ostereiermarkt, der ein internationales Publikum und ebenso internationale Aussteller anziehe.  „Wir bedauern die Absage, sehen aber derzeit keine andere Möglichkeit“, sagte OB Lang.