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und Wohlfühlen
Dienstag, 19. Dezember 2017

Festspiele fragen nach Habgier und Ehrlichkeit

Das Programm für die Saison 2018 der Festspiele Wangen steht fest: Am Abend gibt es „Volpone. Der Fuchs“ nach Ben Jonson und als Stück für die Familien „Aladin und die Wunderlampe“ aus der Geschichtensammlung „Tausendundeine Nacht“.

Beide Geschichten behandeln die Themen Habgier und Ehrlichkeit – allerdings auf grundlegend verschiedene Weise.

Die Handlung in groben Zügen

„Volpone. Der Fuchs“ ist eine in Italien angesiedelte Komödie um die Habgier des Menschen. Die Hauptfigur heißt nicht nur Volpone, was im Italienischen Fuchs bedeutet, sie verhält sich auch so. Und er verleitet mit seinem Diener Mosca, was für Fliege steht, eine Reihe wohlhabender Männer, ihm kostbare Geschenke zu machen.  Volpone und Mosca amüsieren sich über ihre Tricks mindestens so sehr wie sie sich letztlich über die angehäuften Werte freuen.

Volpone fängt sich jedoch schließlich selber in der Schlinge, als er Mosca zu seinem Erben einsetzt und sich selber für tot erklären lässt. Mosca macht Ernst und eignet sich das Vermögen seines Herrn an, der aber schließlich lieber sich selber des Betrugs bezichtigt als Mosca sein Erbe zu überlassen. Mit dem Geständnis geht allerdings auch der gesellschaftliche Absturz Volpones einher. Verwoben ist die Geschichte mit einem Rechtsanwalt, einem Kaufmann und einem Geizhals, die alles tun, um sich Volpones Gunst zu sichern. Dabei ist ihnen fast jedes Mittel recht: Der Geizhals geht sogar so weit, seine junge Frau Celia zum Ehebruch mit Volpone zu zwingen. Doch ganz so weit kommt es dann doch nicht: Der Sohn des Geizhalses kann das gerade noch verhindern.

Wie eine verhängnisvolle Affäre

Jonsons Komödie wurde 1605 erstmals im Globe Theatre in London aufgeführt und ist eins seiner erfolgreichen Werke. Die Geschichte mag alt sein, doch liest sich Manches davon wie eine verhängnisvolle Affäre der Neuzeit. Peter Raffalt, Künstlerischer Leiter auch im Sommer 2018, steht erwiesenermaßen dafür, dass die Geschichte jeden Staub der Renaissance abschüttelt und dem Publikum des 21. Jahrhunderts etwas zu sagen hat.

Mit dem Dschinn im Bunde

„Aladin und die Wunderlampe“ gehört zu den Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“, die Scheherazade dem persischen König erzählt, um am Leben zu bleiben. Die Geschichte spielt in China, wo der junge Aladin von einem Zauberer beauftragt wird, eine Öllampe in einer Höhle zu finden. Als Aladin herausfindet, dass der Zauberer ihn zu betrügen versucht, behält er die Lampe für sich. Er entdeckt, dass in der Lampe ein Dschinn steckt, der die Wünsche des Lampenbesitzers erfüllen muss. Mit Unterstützung des hilfreichen Geistes wird Aladin reich und mächtig und heiratet die schöne Tochter des Sultans.

 Karten gibt es beim Gästeamt Wangen und im Internet auf www.festspiele-wangen.de oder www.reservix.de