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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Mittwoch, 24. Juni 2020

Freibad Stefanshöhe öffnet nach kompletter Sanierung

1.Anlage von oben: Großzügig präsentiert sich das Freibad Stefanshöhe.

2. Aufzug: Der Aufzug verleiht dem technischen Teil der Anlage eine Art Dampferoptik.

3. Freizeitbecken: Das Freizeitbecken bietet eine Reihe von attraktiven Neuerungen.

4. Kinderbereich: Kleine Wasserfans können plantschen und mit dem Wasser spielen.

5. Schwimmerbecken: Attraktiv für Schwimmer ist das 50-Meter-Becken.

Auf diesen Tag haben die Wasserratten und Sportschwimmer sehnlichst gewartet: Das Freibad Stefanshöhe wird am Sonntag, 28. Juni 2020, von 11 bis 15 Uhr mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

Es gibt ein kleines Programm. Der Kiosk serviert Kaffee und Kuchen, Crêpes, Zuckerwatte, Eis und kalte Getränke. An diesem Tag soll gezeigt werden, dass das Bad durch die Sanierung eine echte Wohlfühloase für alle geworden ist. Weil mit vielen Interessierten zu rechnen ist, wird wegen der Abstandsregeln jedoch kein Badebetrieb stattfinden können. Aber die Besucherinnen und Besucher können sich auf der Anlage bei einem Rundgang umsehen.

Freibad öffnet am 1. Juli 2020

Schwimmen und Plantschen wird dann ab Mittwoch, 1. Juli 2020, nach bestimmten Regeln möglich sein. Sie sind auf www.wangen.de/freibad nachzulesen.Neben dem Schwimmerbecken, das bereits im vergangenen Sommer genutzt werden konnte, ist nun auch das große Freizeitbecken mit Strömungskanal, Massagedüsen, Wasserspeier, gläserne Schaukelbucht und einer breiten Wellenrutsche, auf der man zu zweit nebeneinander rutschen kann, fertiggestellt. Vom früheren Spaßbecken erhalten geblieben ist der charakteristische Pilz. Über eine breite Rampe können Menschen mit Behinderung sicher ins Wasser gelangen. Die Anlage ist so konzipiert, dass auch Schwimmer, die lieber auf kurzen als auf 50-Meter-Bahnen schwimmen, auf ihre Kosten kommen.

Wo saniert wird, gibt es gern Überraschungen. So musste der Sprungturm im Winter 2018/2019 abgerissen und durch ein neues Modell aus Edelstahl mit einem Fünf-Meter-Turm sowie einem Drei-Meter- und einem Ein-Meter-Brett ersetzt werden.Der Schwimm- und Freizeitbereich ist über einen neuen Aufzug barrierefrei erreichbar. Er wird nach Bedarf in Gang gesetzt.

Runderneuerte Wärmehalle

Hinter der Sonnenterrasse erhebt sich die runderneuerte Wärmehalle. Sie ist größer als zuvor und hat auch großzügigere und behindertengerechte Duschen und Toiletten.Im Kinderbereich kann jetzt auf der großen Anlage nach Herzenslust geplanscht und im und mit dem Wasser gespielt werden. Ein Sonnensegel und vier große Sonnenschirme schützen vor allzu großer Sonneneinstrahlung.

Schwimmbadtechnik modernisiert

Alle Neuerungen sollen die Badegäste vom Kleinkind bis ins vorgerückte Alter erfreuen. Sie sollen aber auch dem Vereinssport dienen. Ebenso wichtig war es der Stadt bei dem Sanierungsvorhaben, die Einrichtung für die kommenden 30 Jahre zu ertüchtigen. Vor allem wurde das technische Herz des Freibads unter der Wärmehalle erneuert. Zunächst wurde die Wärmepumpe saniert, die auf sehr wirtschaftliche Art und Weise das Freibad mit Wärmeenergie aus dem Hammerweiher versorgt. Anschließend wurde die Schwimmbadtechnik bestehend aus Verrohrungen, energieeffizienter Pumpentechnik, Filter für die Wasseraufbereitung, Heizkessel für die Erwärmung des Dusch- und des Badewassers sowie der Steuerungs-, Regel- und Datentechnik erneuert. Die Technik entspricht jetzt den aktuellen energetischen und hygienischen Standards und ermöglicht einen energieeffizienten Betrieb des Bades. In den Becken wurden die porös gewordenen Folien komplett ausgetauscht, um zu verhindern, dass Wasser ungeplant abfließt.

Aufzug wirkt wie ein Dampfer

Die sogenannten Beckenköpfe wurden mit Edelstahl ersetzt, was nicht nur anders aussieht als früher, sondern auch langlebiger sein soll. Ein Hingucker war und ist die Wärmehalle im Bereich der großen Becken. Von unten betrachtet erinnert die Anlage an einen Dampfer. Der neue Aufzug, mit dem das Bad barrierefrei erschlossen wird, wirkt wie ein Schornstein. Auch die pagodenförmige Halle selber mit ihren Funktionen, Umkleiden, Sanitär- und Schwimmeisterbereich hat ein neues Erscheinungsbild: Holzlatten geben der Fassade eine Struktur, die sich gut ins Landschaftsbild einfügt, während das Grau am Dachaufbau die Form betont.

Insgesamt wurde der Baukörper vergrößert. Der neue Vorbau dient als Umkleide mit zwei großen Sammelumkleiden und vier Einzelkabinen. Von außen ist dort ein Raum zugänglich, in dem Vereine ihre Sportgeräte lagern können. Duschen und WCs sind in der Pagode untergebracht, ebenso wie eine barrierefreie Umkleide mit eigener Nasszelle. So können künftig Menschen mit Gehbehinderung mit Hilfe des Aufzugs direkt zur Umkleide und zu den Becken gelangen. Der Lift muss angefordert werden. Wer ihn braucht, klingelt und erreicht damit direkt die diensthabenden Bademeister. Sie können den Aufzug vom Handy aus starten. Auch künftig wird es in diesem Bereich Liegestühle für die Sonnenanbeter geben.

Gemeinderat beschloss Ende 2017 die Sanierung 

Der Startschuss für die Generalsanierung fiel mit dem Baubeschluss am 6. November 2017 durch den Gemeinderat der Stadt Wangen. Vorausgegangen waren Diskussionen über verschiedene Möglichkeiten der Sanierung und zwei Bürgerinformationen. Auch der Jugendgemeinderat wurde ins Boot geholt, um zu hören, welche Attraktionen bei den jugendlichen Freibadbesuchern am besten ankommen würden. Er organisierte eine Umfrage in den Schulen. Das Ergebnis der Befragung floss in die Planungen ein. Im Bauamt trug Stefan Lontzek die Hauptverantwortung für die Sanierung, der gerne auch Ideen des Schwimmmeisterteams um Maik Uliczek aufnahm. Partner der Stadt bei den Planungen war das Ingenieurbüro Richter & Rausenberger aus Gerlingen.

Verzögerungen durch Corona-Schließung

Zuletzt konnte die Baustelle auch in Corona-Zeiten weiter betrieben werden. Die Umstände erforderten allerdings einen etwas anderen Umgang als gewöhnlich und erzwangen deshalb leichte Verzögerungen im Ablauf.  Beispielsweise wurde der Baustellenbetrieb entzerrt, um Abstände einhalten zu können. Baumaterialien waren teilweise schlecht lieferbar, und notwendige Monteure konnten längere Zeit nicht anreisen.