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Mittwoch, 3. Juni 2020

Freunde aus der Toskana schicken musikalische Grüße

Die städtische Reihe „Kultur am Freitag” geht mit einem ganz besonderen Beitrag aus Wangens Toskanischer Partnerstadt Prato am Freitag, 5. Juni 2020, um 19 Uhr weiter. Über den Link www.wangen.de/kultur ist ein buntes Potpourri zwischen Rockmusik, Operette, Filmmusik und den Beatles von befreundeten Gruppen aus Prato zu erleben.

Bürgermeister Matteo Biffoni wird mit einer Grußbotschaft zu hören sein. Der Film wurde Wangen aus der Partnerstadt geschickt.

Das Konzert steht unter dem Titel des Auftaktstücks „Wish You Were Here“, komponiert von Pink Floyd. Die Gruppe FunCool von Gabriele Borchi, die schon oft in Wangen bei der Kulturnacht und der Italienischen Nacht gespielt hat, wird damit für einen rockigen Auftakt sorgen.  „Das Lied, das dem Konzert seinen Namen gibt, drückt unsere Wünsche in dieser Zeit aus.  Wir wollen zusammen sein und freuen uns auf den Moment, in dem wir uns in Wangen oder Prato wieder treffen können“, schreiben die Prateser Freunde.

Daniela Ciabatti und Claudio Tempestini singen anschließend das Duett „Lippen schweigen” aus der Operette „Die lustige Witwe” von Franz Léhar. In diesem berühmten Duett tanzen die beiden Protagonisten nach dem Auf und Ab des Lebens einen Walzer und schließlich erklärt Graf Danilo Hanna seine Liebe.

Der Chor Quarta Eccedente di Vaiano (PO) hat „Tourdion“ aufgenommen, ein Lied aus dem XVI. Jahrhundert des französischen Pierre Attaignant. Nach dem Blick in die Vergangenheit, schaut das Stück der Sopranistin Elisabetta Ciani mit Begleitung durch Paolo Fissi nach vorne. Sie singen und spielen aus den Soundtrack von „A.I.Intelligence“ von John Williams. Der Film handelt von einem Roboter mit dem Aussehen eines Kindes und spielt im Jahr 2125 in einer vom Treibhauseffekt zerstörten Welt. Der Roboter ist in der Lage, Emotionen zu erleben. Nachdem er das Buch von Pinocchio gelesen hat, macht er sich auf die Suche nach der blauen Fee, um ein Kind zu werden.

Der Kinderchor der Musikschule di Vaiano unter der Leitung von Ettore Cavaciocchi präsentiert mit dem Beatles-Song „Yesterday“ einen Klassiker der Pop-Kultur im Arrangement von Ben Parry, das für die englische Vokalgruppe „The Swingle Singers“ geschrieben wurde. Solistin ist Ada Cavaciocchi.

Zum dann folgenden Stück aus dem Tema da “La Califfa” von Ennio Morricone, spielt von 

Marco Fulvio Barontini (Oboe), begleitet von Paolo Fissi, schreiben die Prateser Freunde: „Mit diesem Lied wollten wir einer großen österreichischen Diva deutscher Herkunft, Romy Scheider, und dem großen Komponisten, Oscar-Preisträger Ennio Morricone die Ehre erweisen.“ 

„C’è Tempo” –  „Es ist Zeit“ heißt das Lied von Ivano Fossati, dem vielleicht wichtigsten zeitgenössischen italienischen Songwriter. Wie es aus Prato heißt, sei es für Damiano Nincheri, der selber ebenfalls komponiert, eine Ehre, dieses Stück aufzunehmen. „Es erzählt, wie man sich manchmal verirrt und wie schön es ist, sich eines Tages wiederzufinden, und dabei ohne zu wissen warum, festzustellen wird, dass man immer auf dem gleichen Weg war, auch wenn man es vielleicht nie wirklich sehen wollte“, heißt es aus Prato. Auch Damiano Nincheri wird ebenfalls von Paolo Fissi begleitet. 

Der Chor San Francesco ist vielen Wangenern schon allein deshalb bekannt, weil er gemeinsam mit dem Chor Taktzente und der Stadtkapelle die Hymne zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft beider Städte gesungen und eingespielt hat. Der Chor singt mit „Non nobis domine“ ein Lied aus dem historischen Film "Heinrich V." des Regisseurs Kenneth Branagh mit Musik von Patrick Doyle. 

Bürgermeister Biffoni grüßt anschließend die Wangener Freunde. Er spricht auf Italienisch, deutsche Untertitel werden eingeblendet.

Zur Lage in Prato

Peter Schmitz berichtet von einer sehr guten Entwicklung in Sachen Corona aus Prato. Es gebe fast keine Neuinfektionen mehr, sagte er. Inzwischen gebe es auch in der Toskana eine Reihe von Lockerungen, so dürften beispielsweise auch wieder Restaurants und Bars öffnen. Dabei gelten jedoch auch die Einschränkungen in Sachen Abstandhalten, wie wir sie in Deutschland haben. Derzeit beobachte jedoch die Prateser Stadtverwaltung mit großer Sorge, dass insbesondere junge Menschen sich in zu großen Gruppen und zu eng in der Stadt träfen. 

Dass Prato mit der Corona-Krise im Vergleich zu vielen anderen Orten in Italien vergleichsweise gut zurechtgekommen sei, liege auch an der großen Zahl chinesisch-stämmiger Migranten, die über die chinesischen Medien bereits sehr gut über das Virus informiert waren, bevor es in Italien überhaupt ein Thema wurde.