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und Wohlfühlen
Freitag, 3. August 2018

Fußweg rückt näher an die Argen

Mit rund 50 Personen hat sich beim jüngsten Bürgerspaziergang wieder eine große Gruppe über das Landesgartenschaugelände 2024 bewegt.

Darunter waren erneut mehr als die Hälfte Bürgerinnen und Bürger, die zum ersten Mal Oberbürgermeister Michael auf dem Weg vom Gallussteg in die ERBA begleiteten. 

Schönste Landesgartenschauen am Wasser

Auf dem Weg entlang der Argen sprach OB Lang über die Erfahrungen, die er bei gemeinsamen Besuchen mit dem Gemeinderat bei anderen Landesgartenschauen gemacht hat. „Die schönsten Landesgartenschauen waren meist jene am Wasser“, sagte er. Gerade auch in Kehl, das 2004 Austragungsort der Landesgartenschau war, könne man bis heute noch die schönen Anlagen am Rhein genießen, die damals im Zuge der Schau angelegt worden waren, sagte er. Neuenburg am Rhein werde die Landesgartenschau 2022 ebenfalls in weiten Teilen am Wasser austragen.  Die Flächen, die bei den Landesgartenschauen überplant werden beliefen sich in der Regel auf zwischen 15 und 70 Hektar, wobei für gewöhnlich 20 bis 30 Hektar begehbar seien. „Freie Flächen haben wir in Wangen genügend“, sagte Lang. Ein Teil davon schließt sich im Westen der ERBA an, wo neben dem künftigen Reitergelände auch Parkplätze für die Landesgartenschau denkbar seien. Da Wangen keine Autobahnausfahrt im Süden habe, arbeite man daran, die überörtlichen Verkehre möglichst geschickt nach Wangen zu lenken.

Argen soll attraktiver werden

Bereits zehn Jahre vor dem Wangener Großereignis sei auf der Argeninsel der Fischpass eingeweiht worden. Damit wollte die Stadt die Argen attraktiver gestalten – ein Prozess, der sich an anderer Stelle in den kommenden Jahren noch fortsetzen wird, wie Lang sagte. So soll es beispielsweise beim Steg vom Gehrenberg zur Ageninsel einen Zugang zum Wasser geben, der auch als grünes Klassenzimmer von den Schulen genutzt werden kann. Überlegt werde auch, ob auf der Argeninsel eine Kneippanlage installiert werden kann. Im Bereich der Eisenbahnbrücke ist daran gedacht, den Weg auf Argenhöhe abzusenken, damit Spaziergänger auch hier das Wasser besser erleben könnten.

Brückenfamilie ist angestrebt


Um Fuß- und Radwege zu entzerren, sollen Brücken für Radwegeverbindungen gebaut werden. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Tatsache, dass das Land solche Brücken derzeit mit 70 Prozent fördert und die übrigen 30 Prozent von der Stadt als Ökopunkte bei weiteren Baumaßnahmen genutzt werden können. Schön fände es OB Lang, wenn eine ganze „Brückenfamilie“ aus Holz entstehen könnte. Derzeit liefen Gespräche mit der Technischen Universität Stuttgart zu diesem Thema. Holz könnte auch ein bestimmender Faktor im neu entstehenden Teil der Auwiesensiedlung werden. Entsprechend soll der Architektenwettbewerb im Herbst ausgeschrieben werden.

Bahn treibt Brückensanierung voran

Sehr froh ist OB Michael Lang darüber, dass die Bahn den Brückenbau im Zuge der Elektrifizierung 2019 angehen will.  Damit bleibe genug Zeit, das Gelände in der Umgebung neu anzulegen. Auch in Sachen Bahnunterführung an der B32 gingen die Planungen gut voran. Derzeit könne man davon ausgehen, dass auch diese Baustelle vor der Landesgartenschau abgeschlossen werden könne. Sollte sich im Lauf der weiteren Vorbereitungen zeigen, dass das nicht möglich sein werde, müsse überlegt werden, den Bau auf Herbst 2024 zu verschieben. 

Liebhaber sanieren in der ERBA

Im Herz des Gartenschaugeländes, in der Neuen Mitte der ERBA, wies OB Lang insbesondere auf die Zuschüsse vonseiten des Bundes in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro hin, mit denen die Neue Mitte samt Kamin und Comptoir-Gebäude gestaltet wurde und die zur Sanierung des ehemaligen Pförtnergebäudes mit dem Baumwolllager sowie zum Bau des Platzes für die Jugend und der Begegnung der Generationen verwendet werden. „Die Landesgartenschau ist ein Hilfsmittel um die ERBA und Wangen schöner zu machen“, sagte Lang. Dass daran hart gearbeitet wird, ist derzeit an den vielen Betonrohren ablesbar, die in der Erschließung verbaut werden sollen. Ist die Erschließung beendet, können die Sanierungen der Arbeiterwohnhäuser, der Neuen Spinnerei, des ehemaligen Konsums und des Magazins beginnen. Die Liebhaber, die mit der Ausschreibung für die Sanierung der einzelnen Gebäude gesucht worden seien, könnten also 2019 anfangen.