background
Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Donnerstag, 22. Februar 2018

Geschwister-Mayer-Keckeisen-Stiftung übergibt Spenden

Die Geschwister-Mayer-Keckeisen-Stiftung hat der Nachbarschaftshilfe Wangen e.V. und dem Franziskaner-Klösterle jeweils einen Scheck über 10.000 Euro überreicht.

Der Stiftungsvorstand, Dietmar Schiele, sagte, es sei sehr erfreulich, wenn diese Stiftung einen Beitrag zum Aufbau der Nachbarschaftshilfe leisten könne. Auch die Renovierung des Hauses Nazareth, das der Jugendarbeit und Diensten der Seelsorgeeinheit an der Argen diene, liege der Stiftung am Herzen.
Oberbürgermeister Michael Lang dankte Schiele im Namen des Vorstands mit Pfarrer Dr. Claus Blessing und Martin Sauer für die großzügige Unterstützung der Nachbarschaftshilfe. Einsatzleiterin Karin Kristen berichtete vom rasanten Beginn und den vielen Anfragen an die Nachbarschaftshilfe seit dem Start am1. Januar 2018. Die in den ersten Wochen gewonnenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind bereits alle wieder verteilt. „Wir suchen schon wieder neue Kräfte“, sagte Kristen, denn derzeit lägen 29 Anfragen vor.

Auch eine Einrichtung für pflegende Angehörige

Rein rechnerisch müsste es das Ziele sein, monatlich zehn Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen zu gewinnen.
OB Lang lobte ihren Einsatz und sagte: „Sie machen uns mit Ihrer Arbeit eine große Freude, weil Sie das auch so leben.“ An der großen Nachfrage könne man sehen, dass auf diesem Gebiet ein Defizit war. Die Nachbarschaftshilfe sei nicht nur eine Hilfe für die Betroffenen, sondern auch für die pflegenden Angehörigen. Er regte dazu an, auch unter den Neuzugezogenen für diese Art des Engagements zu werben. „Es kommen immer wieder Menschen auf uns zu, die neu in der Stadt sind und fragen, wo sie sich einbringen könnten“, sagte er.

Haus Nazareth dient der Jugendarbeit

Pater Thomas dankte im Namen des Klösterle für die unerwartete Spende. Sie helfe sehr bei der Finanzierung der Erneuerung des Hauses Nazareth. Es war 1980/81 zu einem großen Teil in Eigenarbeit errichtet worden. Jetzt musste in den Sanitärbereich und den Brandschutz investiert werden. Das Haus hat 26 Betten und beherbergt sehr viele Jugendgruppen. Diese müssten nicht katholisch sein, um die Räume nutzen zu können, ergänzte Pater Thomas.

Unter den Stiftungen, die es in der Stadt Wangen gibt, gehört die Geschwister Mayer-Keckeisen-Stiftung zu den jüngsten. Die beiden Schwestern Hildegard Mayer und Maria Keckeisen gründeten am 12. Oktober 2010 diese Institution. Beiden Damen gehörte der einstige Bauernhof am Kreuzkellerweg. Hildegard Mayer bewirtschaftete nach dem Tod ihres Mannes den Hof, Maria Keckeisen war Buchhalterin in der Erba gewesen.

Kapital aus Grundstücksverkäufen

Das Kapital der Stiftung kommt im Wesentlichen aus dem Verkauf der Grundstücke, die als Wiesen zum Hof gehörten, dann Bauland wurden oder zur jüngsten Erweiterung des Friedhofs herangezogen wurden.
Die Geschwister Mayer-Keckeisen-Stiftung hat zum Zweck, unschuldig in Not geratenen Personen in der Region Wangen zu helfen, Baulichkeiten der katholischen Kirchengemeinde St. Martin zu fördern, wie die Stadtpfarrkirche St. Martin, die Spitalkirche, die Rochuskapelle, aber auch das Klösterle. Geld soll die Stiftung zudem in Missionsprojekte investieren. Vorstand der Stiftung ist Dietmar Schiele, dem zweiköpfigen Kuratorium gehören der Pfarrer von St. Martin und der Bürgermeister der Stadt Wangen an, derzeit also Pfarrer Dr. Claus Blessing für die Kirchengemeinde und Bürgermeister Ulrich Mauch für die Stadt.

Die Stiftung hat seit ihrem Bestehen unter anderem mit 6300 Euro zur Renovation der Orgel in der Spitalkirche beigetragen, die Renovierung des Kreuzes am Eingang des Klösterle mit 1600 Euro ermöglicht sowie die Pieta in der Läutekapelle mit 5000 Euro finanziert. Zudem wurden Familien in Not unterstützt. Außerdem  baute die Stiftung zweimal Drei-Familien-Wohnhäuser, die an Familien mit Kindern vermietet wurden.