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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Mittwoch, 28. November 2018

Händlerbefragung bringt facettenreiches Bild

Die Umfrage der Stadt Wangen unter Händlern, Gastronomen und Dienstleistern in der Innenstadt, an der Lindauer Straße und im Waltersbühl hat fünf Themen ergeben, die für die Geschäfte in besonderer Weise interessant sind.

Sie wurden jetzt von Wirtschaftsförderer Holger Sonntag dem Gemeinderat präsentiert. Dazu gehören neben den Samstagsöffnungszeiten der Fachgeschäfte vor allem auch Verkehrsfragen vom Parken bis zum Stadtbus. Spannend sind Veranstaltungen, die sehr oft zusätzlich Menschen in die Stadt bringen. Viele Ideen gibt es auch zur Vorbereitung des Handels und der Gastronomie auf die Landesgartenschau 2024. 

284 anonyme Fragebögen wurden im Frühjahr 2018 an die Geschäfte verschickt, 82 (29 Prozent) kamen zurück. Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Bandbreite der Themen oder Bedürfnisse sehr breit gelagert ist und es viele Einzelmeinungen gibt. 

Zur geschäftlichen Situation sagten 70 Prozent der Händler, sie hätten ihre Geschäftsräume gemietet. Nur 17 Prozent kommen ohne Mitarbeiter aus, was umgekehrt auch zeigt, welch‘ großes Arbeitgeberpotenzial im Einzelhandel steckt. Zu ihrer wirtschaftlichen Lage sagten 47 Prozent, sie hätten einen positiven Umsatz, ein Fünftel berichtet von stagnierender Umsatzlage und ein Drittel bezeichnet die Situation als schwierig. Rund 50 Prozent der Geschäftsleute bezeichnen den Tourismus als messbare Größe.

Zu den Themen

Öffnungszeiten: Fast 60 Prozent (inklusive der Dienstleister, die oft gar keine Öffnungszeiten haben) sagen, sie hätten über Mittag offen. 32 Prozent haben an mindestens einem Nachmittag geschlossen. Am Samstag schließen die meisten zwischen 13 und 14 Uhr. 29 Prozent halten eine Verlängerung für denkbar, sofern die Nachbarn auch mitmachen. Aber 58 Prozent sagen nein zu längeren Samstagsöffnungszeiten.

Veranstaltungen: Positive Wirkungen werden dem verkaufsoffenen Sonntag, dem Händlerflohmarkt, den Wochen- und - Weihnachtsmärkten attestiert. Eher negativ wirken nach Ansicht der Geschäfte der Altstadtflohmarkt und ein Teil der Märkte. Mehr Frequenz versprechen sich die Geschäfte von räumlich und zeitlich ausgedehnten Weihnachtsmärkten, mehr verkaufsoffenen Sonntagen, erweiterten Öffnungszeiten, Straßenfesten, einem Ausbau des Dreiländertags, um nur einige Punkte zu nennen. 

Optimierung des Standortumfelds: Eine Verbesserung des eigenen Standorts könnten nach Händlermeinung unter anderem Änderungen im Bereich Verkehr und Parken, wie auch eine Verkehrsberuhigung der Bindstraße bringen. Aus dem Waltersbühl kam der Wunsch nach einem Schild an der Ravensburger Straße, das auf die Geschäfte aufmerksam macht und nach Parkplätzen für E-Mobile.

Parken: Ein Parkdeck beim Stadion wurde als neue Möglichkeit ebenso genannt, wie das nachschüssige Parken. Allerdings sagen 32 Prozent, sie halten keine Veränderung für notwendig. Auch mehr Fahrradparkplätze wurden gewünscht. 

Landesgartenschau 2024: Mit Blick auf das Großereignis in fünf Jahren wünschen sich eine Reihe der Befragten bald ein pfiffiges Logo, um damit auch ins Merchandising gehen zu können. Daneben gibt es eine Reihe von Ideen zu Events und zur Stadtgestaltung für 2024.