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Sonntag, 23. September 2018

Jetzt neu: Gemischtes Abo für Kulturreihen

Die für die städtischen Kulturreihen Verantwortlichen Jörg van Veen (Vorsitzender Theaterbeirat, links), Silke Vielhaber (Stadt Wangen, Mitte) und Georg Enderwitz (Vorsitzender Musikbeirat, rechts)

Stadt Wangen und Kulturgemeinde Wangen e.V. haben das neue Programm für die Theater- und Konzertsaison 2018/19 vorgelegt. Erstmals sind die beiden Reihen in einem Heft vereinigt, und erstmals ist es möglich, ein Abonnement aus beiden Bereichen zusammenzustellen.

In beiden Reihen können aber auch weiter reine Theater- oder Konzertabos mit je drei oder sechs Veranstaltungen gebucht werden. Silke Vielhaber, die bei der Stadt diese Reihen verantwortet, sieht darin Möglichkeit, Kulturinteressierten einen flexiblen Zugang zu den Veranstaltungen zu ermöglichen. „Die Menschen können und wollen sich heute oft nicht langfristig binden“, sagt sie. „Auf diese Art und Weise ist es aber einfacher.“

Gemeinsames Logo

Zusammengefasst sind Theater und Konzerte jetzt unter einem neuen Logo. Den Theaterfreunden ist es in ähnlicher Form bereits bekannt. Es wirkt wie mehrere Lichtkegel in der Überblendung, so dass ein heller Fokus entsteht. Umrahmt ist dieser Fokus von den Farben gold für Theater, braun für die Altstadtkonzerte und türkis für weitere Informationen. Zum Info-Paket gehört auch der Joy-Kleinkunstterminkalender. 

Frischen Wind für die Altstadtkonzerte und das Theater erhoffen sich die Programmmacher auch durch die Einbindung von Stücken oder Aufführenden, die sich vor allem an Familien wenden oder junge Akteure einbinden. So gibt es im Februar mit „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ nach dem Roman-Bestseller von Mark Haddon eine Aufführung, die ein echtes Familientheater ist. 

Im Januar wird das Publikum der Altstadtkonzerte erleben, wie ein Streich-Quartett der Jugendmusikschule vor dem eigentlichen Konzert des „Philharmonia Quartett Berlin“ in der Stadthalle auftritt. Die vier jungen Musikerinnen, die gemeinsam bereits bei Jugend musiziert erfolgreich waren, bekommen am Tag des Konzerts durch die Profis der Philharmonie Berlin eine Art Meisterkurs als Vorbereitung auf den Abend. „Das können nicht alle Musiker vor einem Konzert leisten“, sagt Georg Enderwitz, der als Nachfolger von Georg Wetzel jetzt dem Musikbeirat vorsitzt. Aber wenn sich die Chance biete, müsse man sie auch nützen. Solche Besonderheiten sollen auch dazu beitragen, die Kooperation mit der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu zu stärken. Dass klassische Konzerte auch von ganz jungen Musikern auf sehr hohem Niveau gespielt werden können, zeigt der Pianist Fabian Müller im Januar. Er gewann bereits den zweiten Platz des ARD-Musikwettbewerbs. Vielleicht, so hofft Georg Enderwitz, spricht so ein junger Musiker auch junge Zuhörer an. „Das muss doch eine coole Sache sein, wenn so junge Künstler Musik machen“, sagt er. Jörg van Veen, Vorsitzender des Theaterbeirats, wünscht sich, „dass Konzerte und Theater auf diese Weise auch wieder ein selbstverständlicher Teil des Alltags werden und nicht nur ein Event für die Silberrücken.“ 

30-Jahr-Jubiläum der Altstadtkonzerte

Die Altstadtkonzerte stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen des 30-Jahr-Jubiläums. So gibt es vor dem Start der eigentlichen Konzertsaison ein Jubiläumskonzert im Festsaal der Waldorfschule am Samstag, 20. Oktober 2018, bei dem ehemalige Wangener in gemischter Besetzung musizieren werden. Sie alle sind Gewächse der Jugendmusikschule und inzwischen Dozenten oder Musiker in renommierten Orchestern und Ensembles. Im Rahmen dieses Sonderkonzertes werden Stadt Wangen und Kulturgemeinde den Gründer und jahrzehntelangen Organisator der Altstadtkonzerte, Adolf Wetzel, feierlich verabschieden.

Die Theaterreihe geht auch 2018/2019 ihren Weg weiter, für die eine oder andere Aufführung aus den klassischen Kulturstätten Stadthalle oder Waldorfsaal auszuziehen und andere passende Orte zu wählen. So gibt es Ende Januar 2019 gleich zwei Termine für die Liebeskomödie mit Musik „Eine Sommernacht“ von David Greig und Gordon McIntyre. Das Stück spielt in einer Bar, weswegen es im „Schwarzen Hasen“, also im traditionellen Jazzpoint-Ambiente, gespielt wird. Geplant ist ein Shuttle zum Veranstaltungsort.

Zu allen Stücken gibt es entweder eine Kurzeinführung von 15 Minuten oder ein Theatergespräch über 45 Minuten. Genaue Hinweise finden sich im Programmheft.

Saisoneröffnungsabend fürs Theater

Wer sich über die Theaterstücke näher informieren möchte, ist eingeladen, am Freitag, 5. Oktober 2018, um 20 Uhr, im Café des Weberzunfthauses zum Saisoneröffnungsabend. Dabei geben Vertreter der Bühnen Einblicke in ihre Aufführungen. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt ein preisgekröntes Bläserensemble der Jugendmusikschule. Der Eintritt ist frei.

In der Vorweihnachtszeit wird es auch wieder Theater für die ganz jungen Fans geben. Am Samstag, 8. Dezember 2018, um 16 Uhr, gibt es im Festsaal Waldorfschule "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", aufgeführt vom Theater der Altmark, Stendal. 

Das Programm der Kulturreihen liegt im Gästeamt, im Bürgeramt, in der Stadtbücherei, in den Ortschaftsverwaltungen und an vielen anderen Stellen aus. Außerdem kann es hier heruntergeladen werden.