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Samstag, 25. August 2018

Kurz vor der Freibadschließung kommt der 100.000 Besucher

Der 100.000 Besucher des Wangener Freibads Stefanshöhe im Sommer 2018 ist am Donnerstag, 23. August 2018, durch die Kassenschranke gegangen.

Peter Böhm aus Herbertingen wurde von Bürgermeister Ulrich Mauch und Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang kurz vor 11.30 Uhr in Empfang genommen und mit einem Rucksack voller Überraschungen bedacht: einem Handtuch und zwei Schildmützen im Freibad Stefanshöhe-Design sowie einem Gutschein für das Restaurant Stadt Athen gegenüber. Peter Böhm kommt mit seiner Frau Tamara Böhm sehr oft nach Wangen, denn ihr Sohn ist dort verheiratet. An diesem Vormittag wurden die Böhms von ihrer achtjährigen Enkelin Mia und deren Wangener Großmutter Olga Weber begleitet.

Freibad schließt am 2. September 2018

Die Ehrung des Jubiläumsbesuchers war für Mauch und Spang gleichzeitig Gelegenheit zu einem Rundgang im Gelände, wo Bademeister Maik Ulicek sie über die Planungen zur Freibad-Sanierung informierte. Das Bad wird in dieser Saison letztmals am Sonntag, 2. September 2018, geöffnet sein. Noch am Abend, wenn die letzten Badegäste gegangen sind, wird das Freibadpersonal beginnen, das Wasser am großen Schwimmerbecken abzulassen. „Es dauert ungefähr zwei Tage, bis es raus ist“, sagt Ulicek. Liegt das Becken trocken, wird unterhalb der Pagode ein Baukran aufgestellt, der dann alle Materialien zu den beiden Schwimmbecken bringen wird, die nach und nach verbaut werden sollen. Angeliefert werden sie von Lastwagen, die durch das große Tor beim Kinderbereich rückwärts einfahren und bis fast an die heutige Technik herankommen können. 

Betonarbeiten werden gemacht

„Sämtliche Betonarbeiten sollen vor dem Winter abgeschlossen sein“, sagt Ulicek. Denn sonst müsste man warten, bis der Frost vorbei ist. Diese Arbeiten sind vor allem rund um die Wärmehalle und den Technikbereich notwendig, weil im ersten Bauabschnitt die gesamte Freibad-Technik komplett erneuert wird. Das bedeutet, die alten Geräte werden herausgeholt und neue Maschinen für die Wasseraufbereitung sowie Pumpen werden eingebaut. Deshalb muss der Hügel am unteren Gebäudeteil ebenso weichen wie die dortige Mauer und wird später durch eine neue Wand ersetzt. Auch der Betonblock für den Aufzug, der das Freibad künftig barrierefrei machen wird, wird jetzt schon vorbereitet. In der kommenden Freibadsaison werden die Badegäste an der Wärmehalle im Bademeisterbereich eine abgesperrte Baustelle vorfinden: Es ist das Betonfundament, auf das im zweiten Bauabschnitt 2019/20 der Anbau für die Bademeister aufgesetzt wird.

Ebenfalls über den Winter wird die Folie und die Umrandung der großen Becken erneuert. So wird das Bad auch künftig blau wirken. Die Beckenköpfe werden jedoch in Edelstahl ausgeführt, der länger als Kunststoff halten soll. Das bedeutet auch, dass die neuen Attraktionen ab dem Sommer 2019 nutzbar sein werden. Dieser Bauabschnitt wird etwa 3,5 Millionen Euro verschlingen. Bis im Sommer 2020 alles fertig ist wird die Stadt im Freibad insgesamt rund 5,9 Millionen Euro verbaut haben. 

Lob für das Team Freibad

„Die Ingenieure, die in den letzten Wochen immer wieder hier waren, um die Sanierung zu planen, waren ganz angetan, wie gut unser Freibad dasteht“, sagt Ulicek. „Die letzte Generalsanierung liegt 30 Jahre zurück, normalerweise halten Bäder 15 bis 20 Jahre.“ Bürgermeister Ulrich Mauch lobte denn auch das Team vom Freibad Stefanshöhe für seine Arbeit. „Nicht nur, dass sie die Technik in all den Jahren am Laufen gehalten haben, sie sind auch so etwas wie kleine Künstler, wenn es darum geht, das Bad schön zu erhalten“, sagte Mauch. Das wird auch von den Gästen offenkundig so gesehen, denn gerade Urlauber kommentieren oft die Schönheit und gute Pflege des Bades, dessen Lage am Hang unter dem Wald seinesgleichen sucht.

Wenn alles nach Plan läuft, kann die Freibadsaison 2019  in der ersten Maihälfte beginnen.