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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Donnerstag, 1. April 2021

Linde wird von Spezialfirma ausgegraben und versetzt

Mit einem 40 Tonnen schweren Fahrzeug ist gestern im Auwiesengelände eine Linde verpflanzt worden. Der Baum war bei den Erschließungsarbeiten unweit des späteren Kindergartengeländes im Weg. Eine Fachfirma aus der Nähe von Nürnberg kam zur Rettung des Baums.

Es war ein spannendes Schauspiel, als Daniel Mayerhöfer, Maschinenführer der Firma Opitz, mitten im Auwiesenareal die großen Greifer ansetzte und die Linde samt ihres Wurzelstocks ausgrub. Die kugelförmige Schaufel öffnete sich und wurde dicht an den Stamm herangefahren. Die Schaufel schloss sich seitlich um den Baum und grub sich kraftvoll ins Erdreich ein. Auf Knopfdruck schloss sich der Greifer auch unten und schon war die Linde von ihrem bisherigen Platz weggeholt. Vorsichtig setzte Mayerhöfer den Baum auf dem Transporter ab und fuhr mit ihm durch die Baustelle zum neuen Stammplatz dort, wo sich der Fußweg direkt an die Argen schwingt. Dort kann er anwachsen und bleiben – auch wenn in der Nähe die Bagger für weitere Umbaumaßnahmen anrollen.

Dort, wo der Baum eingesetzt werden sollte, hatte der Fachmann zuvor ein großes Pflanzloch freigemacht. Das Prinzip war dasselbe wie beim Ausgraben des Baums. Die Schaufel hatte sich in den Boden gegraben, unten geschlossen und rund 7, 5 Kubikmeter Erdreich herausgeholt.

In nächster Zeit wird die Linde weiter versorgt. Zunächst wird sie mit Stahlseilen im Boden verankert. Dann werden die Wurzeln gerade geschnitten, weil sie auf diese Weise in den Boden hineinwachsen können. Anschließend wird ein Substrat um den Baum angehäufelt, das mit Nährstoffen und Vitaminen angereichert ist. Schließlich werden Pilze angesiedelt, die den Nährstoffhaushalt verbessern helfen. Niemand soll sich wundern, wenn er den hohen Gießrand am Baum sieht, wie Mayerhöfer erläutert. Dieser wird sich binnen zwei Jahren absetzen und kaum noch sichtbar sein. Was der Baum in nächster Zeit brauchen wird, ist vor allem Wasser. So gesehen darf man auf Regen hoffen.