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Montag, 12. November 2018

Martinisitzung: Narrenstüble wird Hallen-Ersatz

Die Narrenzunft Kuhschelle weiß-rot hat ihre traditionelle Martini-Sitzung abgehalten. Flotte Sprüche, viel Gelächter und Musik von Bruno Schöllhorn und Uli Müller füllte das voll besetzte Narrenstüble.

Oberbürgermeister Michael Lang teilte mit, dass die Stadt Wangen derzeit auf Fördergelder für den Bau einer neuen Sporthalle hoffe. Sie soll die Alte Sporthalle ersetzen. Wenn dann die Alte Sporthalle abgerissen wird und ein Jahr lang auf eine Halle verzichtet werden muss, braucht die Stadt Ersatz. Und diesen Ersatz, so Lang, könnte die Narrenzunft mit dem Narrenstüble zur Verfügung stellen. „Das Narrenstüble ist wahrlich die perfekte Übergangshalle für all das, was in der Sporthalle so stattfindet. Statt gemütlichen Narrensitzungen gibt es dann hier drin Sport, Turnen, Handball, Gymnastik, Boxen, Hochzeiten und Geflügel- und Kaninchenschauen. 1000 Hasen kriegt man sicher unter!“

Abrissparty in der Alten Sporthalle

Es könnte ein Gegengeschäft geben, denn die Narrenzunft würde gern eine Abrissparty veranstalten, wie der OB vernommen hatte. Die Saalmiete dafür könnte dann also günstig ausfallen. Weil sich die Narrenzunft stets als sehr beweglich zeige, überreichte Lang Zunftmeister Wolfgang Tengler einen rot-weißen Hula-Hoop-Reifen. „Falls es nicht gleich gut klappt, lassen Sie es sich von Ihrem Vorgänger Bernd Rothacker zeigen. Der ist für seinen gekonnten Hüftschwung und seine Beweglichkeit berühmt.“ Damit die Planung für die vielen Festivitäten im Narrenstüble auch klappen kann, übergab er den Narren einen Plan und Bilder von Sportgeräten, Tischen, Stühlen und allem anderen, was für die Ereignisse gebraucht wird, die sonst in der Alten Sporthalle stattfinden

"Pensionär in Ausbildung"

Viel zu lachen gab es auch als, Zunftmeister Wolfgang Tengler Bürgermeister a.D. Ulrich Mauch einen Dachziegel mit den gemalten Bildern der Wangener Häser zum Dank für die geleistete Arbeit und die Übernahme der Schirmherrschaft für das Landschaftstreffen 2019 in Wangen überreichte. „Meine Frau sagt schon lange, dass wir das Dach neu decken müssen. Da muss man nur lange genug warten können“, sagte Mauch. Er freue sich auf das Landschaftstreffen, unter anderem auch weil er als Pensionär ja nichts und nirgends etwas zu sagen habe. „Ich bin Pensionär in der Ausbildung. Wenn ich durch die Prüfung fliege, muss ich womöglich wieder anfangen.“

Mauchs Vorgänger Gerd Locher kündigte seinen letzten Beitrag im Rahmen der Martinisitzung an. Als 80-Jähriger blickte er optimistisch und pessimistisch auf den Alltag. So reimte er: „Der Zahnarzt ist auf dieser Welt, der einzige, dem dia Gosch gefällt“. Die positive Seite am neuen Gebiss schilderte er so: „Für mich der allergrößte Nutzen: ich kann die Zähn‘ im Glas jetzt putzen.“

Gemeinderat Gerhard Lang meinte, auf dem ERBA-Gelände hätte man viel Geld sparen können, wenn man die Narrenzunft früher als Abrisszunft erkannt hätte. Farny-Chef Elmar Bentele berichtete, er hätte eine Einladung nach Köln gehabt, „aber Wangen ist viel schöner und hier gibt es das bessere Bier.“

Büttel Uli Bader unterbrach die Sitzung und überbrachte dem Schirmherrn des Landschaftstreffen 2019 die Nachricht, dass er sich am Samstag, 9. Februar 2019 auf dem Marktplatz einzufinden habe, denn die historische Katzenzunft aus Meßkirch lade ihn zum „Nasenschleifen bis die Funken fliegen!“ 

Hotels vor Landschaftstreffen ausgebucht

Das Landschaftstreffen wird vom 8. bis zum 10. Februar 2019 in Wangen stattfinden. 43 Zünfte und Musikgruppen werden den Umzug am Sonntag bestreiten. Inzwischen seien bereits 600 Massenquartiersplätze und 800 Hotelbetten in der gesamten Region gebucht, sagte Zunftmeister Wolfgang Tengler. Sieben Besenwirtschaften, darunter zwei Hallen, sowie die Wangener Gastronomie werden für die Verköstigung der Gäste sorgen. Bereits am Samstagnachmittag wird es ab 15 Uhr Brauchtumsveranstaltungen geben. Sie beginnen mit dem Narrenbaumstellen.