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und Wohlfühlen
Mittwoch, 28. Februar 2018

Michelle Hothum bringt Engel-Eier mit

Der Ostereiermarkt 2018 wird eine Reihe neuer Ausstellerinnen und Aussteller haben. Michelle Hothum war vergangenes Jahr zum ersten Mal dabei und kommt jetzt wieder.

Ihre Visitenkarte hat Michelle Hothum mit ihrem Stand vor dem Historischen Sitzungssaal bereits im vergangenen Jahr im Rathaus mit Erfolg abgeliefert. Die Eier, die Michelle Hothum malt, glänzen und erinnern an russische Ikonenmalerei. Und in der Tat ist es dieselbe Technik, mit der sie Holzeier bearbeitet. Gelernt hat die polyglotte Künstlerin diese Art des Umgangs mit Farben in St. Petersburg. Dorthin kam sie als junge Frau mit ihrem Freund zur Ausbildung und zur Arbeit. „Ich habe dort Kunstfilme produziert“, erzählt sie und nebenbei befasste sie sich mit der traditionellen russischen Maltechnik. Später zog sie nach Paris und London, lebte auch eine Zeitlang in den USA.

Schönheit und Liebe braucht der Mensch

In all den Jahren und in all diesen Ländern hat sie eines erfahren: „Die Menschen haben überall dieselben Bedürfnisse. Sie brauchen Liebe und wollen einfach glücklich sein.“ Und noch eine Erkenntnis wurde der Künstlerin mit russischen und spanischen Wurzeln zuteil: „Schönheit kennt keine Grenzen.“ Diese Einsicht führt die 53-Jährige zu den Inhalten ihrer Malerei.

Engel und Feen umflattern die Eier

Auf den Eiern, die sie herstellt, sind Engel, aber auch Feen zusehen. Inspiriert wurde sie dazu zunächst in St. Petersburg, wo sie nicht nur über das Thema Engel gearbeitet hat. „Ich habe dort und auch später immer wieder erlebt, dass es Engel gibt. Engel sind Botschafter der Liebe“, sagt sie und erzählt eine Geschichte von einer älteren Dame. „Sie kam gezielt zu mir, um einen Engel zu suchen, dessen Anwesenheit sie ständig an ihrer Seite verspürte. Sie schaute kurz auf meinen Tisch und sagte mit einmal: „Das ist er (der Engel)“. Sie hat dieses Ei sofort gekauft. Es war ein mystischer Engel unter zwei Olivenbäume mit einem Lamm in den Armen. Das vergesse ich nie.“ Inzwischen hat Michelle Hothum auch viele Naturmotive in ihr Repertoire aufgenommen.

Neue Heimat am Kaiserstuhl

Verheiratet mit dem Künstler Norman Hothum lebt sie in Riegel am Kaiserstuhl und hat dadurch auch das Leben in der Natur sehr schätzen gelernt. „Bis dahin war ich ein Großstadtmensch, und habe die Natur meistens in schön gestalteten Stadtgärten und Parks genossen.“ Dass sich das vollkommen geändert hat, zeigen beispielsweise ihre Illustrationen und Radierungen von großen, alten und knorrigen Bäumen. Mit ihrer Malerei hat sie in der Vergangenheit auch Bücher Illustriert, zum Beispiel eines mit Legenden aus dem Elsaß, oder ein modernes Märchenbuch dessen Bucheinband ihre „Froschkönig“ Illustration ziert.

In der großen Ostereier-Familie in Wangen fühlt sich die Künstlerin sehr gut aufgenommen. Alle seien sehr nett und freundlich und es sei eine Freude in Wangen auszustellen. „Ich war noch nie in Wangen. Es ist hier nicht nur ein wunderschöner Ostereiermarkt in einem liebevoll geschmückten  Ambiente. Auch die ganze Stadt ist sehr schön“, sagt Michelle Hothum. Beim nächsten Besuch – beim Ostereiermarkt 2018 – möchte sie unbedingt ihren Mann mitbringen, damit auch er die Chance hat, Wangen und die Ostereier-Familie kennenzulernen.

Öffnungszeiten:
Freitag von 9 bis 18 Uhr
Samstag von 9 bis 17 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 1 Euro, Kinder und Jugendliche sind frei

Brunnen- und Stadtführungen:
Freitag und Samstag: 11 Uhr und 14 Uhr, Treffpunkt ist die Osterkrone auf dem Marktplatz

Basteln in der Stadtbücherei:
Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 16 Uhr

Ostergeschichten für Kinder in der Stadtbücherei:
Freitag: 15 Uhr
Samstag: 10.30 Uhr