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Sonntag, 27. Mai 2018

Neuer Bio-Einkaufsführer für das Allgäu vorgestellt

Der Bio-Ring Allgäu hat jetzt wieder einen aktuellen Bio-Einkaufsführer für das Allgäu aufgelegt. Er steht unter dem Motto „bio, regional und fair“, umfasst 76 Seiten und liegt öffentlich aus.

Er ist auch auf der Homepage des Bio-Ring Allgäu zu finden.

Seit der Gründung des Bio-Rings vor 30 Jahren steht die Direktvermarktung ganz oben der Prioritätenliste der Ökobauern. Was sich in den vergangenen 30 Jahren verändert hat, zeigte sich bei der Vorstellung des neuen Bio-Einkaufsführers für das Allgäu in Zurwies, oberhalb von Wangen im Allgäu gelegen. Hätten zu Beginn des Bio-Rings die Verbraucher Bio-Produkte aus der Region nur direkt beim Bauern bekommen können, so gebe es heute ein vielfältiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, sagte Geschäftsführerin des Bio-Rings Allgäu Christine Räder.

Dies bedeute auch, dass die Zahl der Abnehmer wachse. Dies betreffe die Zahl und Größe von Naturkostläden ebenso wie die der Käsereien und Gärtnereien, die Bioware produzieren.
Aber auch die Lieferdienste hätten sich sehr gut gehalten. Als erfreulich wertete Räder auch die Tatsache, dass es inzwischen reine Bio-Wochenmärkte im Allgäu gebe. Besonders auffällig sei der Zuwachs an Außer-Haus-Verpflegung, die sich darin zeige, dass immer mehr Bioläden auch einen Mittagstisch anböten. Bio-Hotels und Restaurants nähmen mit innovativen Konzepten zu. Eine neue Rubrik im Bereich des Gemüsebaus sei die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi), in der bereits sechs Gemeinschaften notiert seien.

Sichtbar sei auch die Weiterentwicklung der Weltläden, die an Zahl und Größe zunähmen. Auch die Sortimente würden in Richtung „faire Kleidung“ erweitert. Zudem habe sich eine ganze Reihe von Manufakturen und anderer Verarbeiter von Bio-Produkten entwickelt.

In ganz Baden-Württemberg macht der Ökolandbau derzeit rund zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen aus, wie Mirjam Albrecht vom Landwirtschaftsamt Ravensburg sagte. Im Landkreis Ravensburg seien es sogar 14 Prozent. Der Landkreis Ravensburg gehöre im Land mit zwölf Prozent der Betriebe, die Bio-Erzeugnisse produzierten, zur Spitze. In Zahlen sind das 341 Betriebe. Unter den Biohöfen wirtschafte der Löwenanteil mit Rindern. Der Bedarf an Biomilch steige sehr stark. Die Milch erziele auch einen wesentlich besseren Preis als die konventionell hergestellte Milch (48/49 Cent pro Liter gegenüber 26 bis 39 Cent pro Liter).
Von guten Verkaufserlösen berichtete Anton Holzinger von der Biokäserei Zurwies. Sie hätten heute drei Landwirte weniger als im vergangenen Jahr, aber gleich viel Milch zu verarbeiten. In Sachen Biobier ist der Markt abgesteckt wie Brauereieigentümer Gottfried Härle aus Leutkirch berichtete. Nur fünf Landwirte in Deutschland produzierten Biohopfen und dieser sei auf die nächsten drei Jahre bereits ausverkauft.