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Samstag, 22. August 2020

Neuer Kindergarten St. Antonius ist im Entstehen

Die Katholische Gesamtkirchengemeinde und die Stadt Wangen bauen derzeit den neuen Kindergarten St. Antonius. Jetzt war Besichtigung der Baustelle.

Die Baustelle des rund 3 Millionen teuren Baus kommt voran – wenn auch nicht ganz so zügig wie erhofft. Florian Metz, Architekt, Projekt- und Bauleiter des Planungsbüros Feuerstein, Hammer und Pfeiffer aus Lindau, erklärte bei der Baustellenführung, woran das liegt. Zunächst wurde im Boden eine Gasleitung gefunden, die quer unter dem Bau durchgeführt hätte. Das Risiko, das von dieser Leitung für den neuen Kindergarten ausgegangen wäre, war nicht tragbar. Deshalb musste die Leitung herausgenommen und verlegt werden. Dadurch rutscht der Bau auch in die Handwerkerferien der Baufirma. Die Folge ist einerseits eine leichte Verzögerung, und andererseits eine Verteuerung. Dennoch, so hofft der Architekt, werden im Frühjahr die drei Gruppen einziehen können.

Vier Baukörper formen das Gesamtgebäude

Der künftige Kindergarten besteht aus vier zueinander verschobenen Baukörpern, die über einen Flur verbunden sind. Dazu kommt eine Garage. Ein weitläufiger Außenbereich wird den Kindern viel Auslauf ermöglichen. Die Gruppenräume samt Garderoben sind dem Garten zugewandt, die Funktionsräume zum Basteln, für Musik und Sprachförderung einschließlich Küche und Essraum orientieren sich Richtung Schule. Große Fenster nach draußen bringen viel Licht ins Haus. Zum Flur hin werden in die Funktionsräume große Verglasungen eingebaut, um Tageslicht auch ins Innere des Gebäudes zu bringen.

Eingang gegenüber dem Spielplatz

Auch das Foyer soll über ein großes Oberlicht belichtet werden. Der Eingang wird um 90 Grad gegenüber dem früheren Gebäude verlegt sein und direkt gegenüber vom Kinderspielplatz liegen. In diesem Bereich werden dann auch Büro und Kinderwagenraum zu finden sein.

Langlebigkeit steht im Vordergrund

Holz wird dem Inneren des Gebäudes seinen besonderen Charakter geben. Und weil das Haus möglichst langlebig sein soll, werden in den Böden – außer in den Schlaf- und Sanitärräumen –Hochkantparkett aus Eiche verlegt.

Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage für Strom sorgen. Geheizt wird der Kindergarten über die Heizung im Gemeindezentrum.

Erster Bau aus den 50er Jahren

Die Geschichte des Neubaus reicht schon ein paar Jahre zurück, wie Berthold Pfau erläuterte, der im Namen der katholischen Gesamtkirchengemeinde St. Martin und St. Ulrich, zu der Baustellenführung eingeladen hatte. Der bisherige Kindergarten St. Antonius war 1952/53 auf demselben Gelände gebaut worden. Vor zwei Jahren schließlich entschied sich die Kirchengemeinde für den Neubau, nachdem lange Zeit überlegt worden war, ob der Altbau zu retten wäre.  Ende 2018 wurde der Architektenwettbewerb ausgelobt, den das Büro Feuerstein, Hammer und Pfeiffer aus Lindau für sich entschied. Es ist dasselbe Büro, das auch für die Stadt Wangen den Kindergarten in Primisweiler baute. Im Frühjahr 2020 rückten die Bagger an und machten das alte Haus dem Erdboden gleich.  

Kostenplan 

Den Voranschlag für die Baukosten bezifferte Pfau auf 2,9 Millionen Euro. Der Umbau der Räume im Keller des Gemeindezentrums St. Ulrich zu Ersatzräumen für den Kindergarten kam auf weitere 200 000 Euro, ebenso der Abriss. Derzeit (August 2020) liegen die Kosten 30 000 bis 40 000 Euro über dem Plan, was auch der verlegten Gasleitung geschuldet ist. Von den Gesamtkosten trägt die Stadt Wangen 70 Prozent, 30 Prozent werden von der Kirche übernommen.