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Sonntag, 8. September 2019

Online-Befragung erreicht hohe Beteiligung

Die Online-Befragung für die Bürgerbeteiligung „NextgenERBA“ hat deutlich mehr Interessierte angesprochen, als nach den Erfahrungen von Green City Experience zu erwarten war. Marianne Pfaffinger, die für das Münchner Unternehmen den Prozess begleitet, spricht von einem „super Rücklauf“.

Die Beteiligung von rund 500 Personen, die den Fragebogen komplett ausfüllten und mehr als 100 weiteren, die Fragen nur teilweise beantworteten, ist sehr erfreulich. „Die Jugend sieht die Entwicklung im ERBA-Gelände offensichtlich auch als Chance für sich selber“, sagte sie.

Viele Ideen

Auf der Wunschliste dessen, was in der ERBA alles stattfinden soll, standen erwartungsgemäß Konzerte und Discos ganz oben. In der Summe lagen Wünsche zu einem Sportangebot gleichauf mit der Musik (jeweils 25 Prozent), allerdings gab es von der Skatehalle, über Crossfit, zu Beachvolleyball, Trampolin, Basketball, Fußball oder Calisthenics Park und einigen anderen viele und sehr breit angelegte Ideen. Im eher schmalen Bereich Kultur (2 Prozent) wurden Themen wie Literaturlesungen oder Literaturwerkstatt zugeordnet. 17 Prozent der Äußerungen fallen in den Bereich Events und nennen unter anderem Festivals verschiedener Art oder Open-Air-Kino. Sechs Prozent der Ideen lassen sich unter der Überschrift Kunst und Werkeln zusammenfassen mit Outdoor Kunst oder Graffiti Workshop.

Zwei Prozent der Äußerungen befassen sich mit Spielideen, 12 Prozent nennen Aufenthaltsmöglichkeiten wie einen Grillplatz, Lagerfeuerplatz oder Naturpark und 5 Prozent hoffen auf Möglichkeiten, Freunde zu treffen. Unter Sonstiges finden sich eine ganze Reihe von Ideen wie Start up, politische Bildungsarbeit, Gemüsegarten, Messe oder Chill Lounge.

So geht es weiter

Die Termine für den Fortgang des Prozesses stehen fest. So sind noch drei so genannte Fokusrundgänge in der ERBA vorgesehen. Zu zwei dieser Rundgänge wird nach dem Zufallsprinzip je Altersgruppe eingeladen. Die Plätze werden laut Pfaffinger nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben. Eine schnelle Reaktion auf eine Einladung lohnt sich also. Die Fokusrundgänge werden Mitte Oktober stattfinden. Sie dienen dazu, die Ideen, die über die Online-Befragung vorgetragen sind, noch einmal in einem größeren Kreis zu diskutieren.

Ab dem 15. Oktober können dann alle Gruppen, die sich in der ERBA im Pförtnergebäude und auf der Festwiese engagieren wollen, mit ihren Projekten bewerben. Nähere Informationen, wie die Bewerbung aussehen soll, wird es Anfang Oktober geben. Die Bewerbungsdauer reicht bis Dienstag, 3. Dezember 2019. Zusätzlichen Input verspricht Greencity Experience am Samstag, 16. November 2019, bei einem Info- und Workshoptag, zu dem jedermann willkommen ist. Dabei wird es auch Hinweise geben, was in anderen Städten aus ähnlichen Projekten wurde. „Voneinander lernen“ heißt dabei die Devise. Dann gehen die Projekte in einen Realitätscheck. Anschließend sollen bei einer „Kooperationsbörse“ Gleichgesinnte zusammengebracht werden, so dass nicht mehrere Gruppen unabhängig voneinander dieselben oder ähnliche Projekte angehen. Die Prämierung der Bürgerprojekte ist für Mai 2020 vorgesehen. Eine 13-köpfige Jury, in der sechs stimmberechtigte Jugendliche sitzen werden, wird über die Projekte entscheiden.

Die Ergebnisse finden Sie in grafischer Darstellung hier