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Dienstag, 6. November 2018

Sanierung des Hauses Titscher ist abgeschlossen

BU: Freuen sich über die Sanierung des Hauses Titscher als Museumsdepot: (von links) Hermann Spang, Irina Leist, Dr. Rainer Jensch, Oberbürgermeister Michael Lang, Armin Bauser, Jörg Weh und Stefan Lontzek. Foto: Stadt Wangen

Das Haus Titscher in Primisweiler ist fertig saniert, so dass das Depot des Stadtmuseums Wangen in den kommenden Monaten einziehen kann.

Oberbürgermeister Michael Lang, Stadtarchivar Dr. Rainer Jensch, Kultur- und Sportamtsleiter Hermann Spang, Irina Leist als Mitarbeiterin im Bereich Stadtmuseum des Kultur- und Sportamts, Stefan Lontzek, Jörg Weh und Armin Bauser vom Bauamt sowie Architekt Peter Hausen besichtigten die neuen Räume gemeinsam. Für Stadtarchivar Rainer Jensch und den Altstadt- und Museumsverein sind die Räume im Haus Titscher ein Meilenstein, denn nun sind die Voraussetzungen geschaffen, die an mehreren Orten eingelagerten Museumsstücke zentral an einen Ort zu holen und in einem passenden Umfeld zu lagern.

Derzeit sind die historischen Gegenstände in den ehemaligen EVS-Räumen im Buchweg, im vierten Stock der Eselmühle sowie im Bauhof untergebracht. Sobald diese ausgeräumt sind, werden 600 Quadratmeter Raum in der Stadt frei. Obwohl künftig 800 Quadratmeter zur Verfügung stehen, wird sorgsam geprüft, welche Stücke den Umzug mitmachen werden und welche nicht. Laut Dr. Jensch geht es insbesondere darum, Stücke für die Nachwelt zu bewahren, die einen besonderen Bezug zur Wangener Geschichte haben oder die außergewöhnlichen Einzelstücke sind. Im ebenfalls sanierten Gebäude gegenüber wird in nächster Zeit der Bauhof Schomburg einziehen. 

Oberbürgermeister Michael Lang zeigte sich bei der Besichtigung der neuen Räume sehr angetan: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt“, sagte er. So könne jetzt das kulturelle Erbe der Stadt gut erhalten bleiben. Die Räume sind passiv klimatisiert und energetisch sparsam. Sie sind mit hellen Böden und Wänden versehen, so dass künftig die einzelnen Stücke auf zwei Stockwerken fachgerecht gelagert werden können. Eine helle Umgebung sei deshalb sehr wichtig, weil auf diese Art sehr schnell festgestellt werden könne, ob es irgendwo einen Schädlingsbefall gebe, sagte Irina Leist.

Der Altstadt- und Museumsverein (AMV) habe für die Innenausstattung 70 000 Euro beigesteuert und einen Förderantrag bei der Landesstelle für Museumsbetreuung gestellt. Ein Fachplaner soll die Ausstattung und den Umzug begleiten. „Ich bin sicher, dass sich Josef Titscher über die neue Nutzung seines Anwesens freuen würde“, sagte Jensch. Dort betrieb der heimatverbundene Josef Tischer über viele Jahre ein Möbelgeschäft.