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Montag, 27. Juli 2020

Siedlungswerk legt Wert auf hochwertige Begrünung

Freuen sich über das gemeinsame gute Ergebnis für die Begrünung des Auwiesenareals (von rechts) die Geschäftsführer des Siedlungswerks Jürgen Schilbach, Siegfried Apfel, Norbert Tobisch, Oberbürgermeister Michael Lang und der Vorsitzende des Preisgerichts, Jörg Sigmund. Im Hintergrund hängen die Pläne des siegreichen Entwurfs. Foto: Stadt Wangen / sum

Die Pläne aus dem Büro Stefan Fromm stellte das Siedlungswerk zur Verfügung.

Zu einem ungewöhnlichen Thema hat jetzt in Deuchelried im Dorfgemeinschaftshaus ein Preisgericht getagt: Es ging um die Frage, wie im Bereich Auwiesengelände die Grünanlagen zwischen den geplanten Reihen- und Mehrfamilienhäusern des Siedlungswerks aussehen sollten, wie die Fassaden begrünt und wie Dachgärten gestaltet sein könnten.

Die Jury entschied sich unter sechs eingereichten Arbeiten für den Entwurf des Büros Stefan Fromm aus Dettenhausen. 

Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Wettbewerb erbracht, dass das Siedlungswerk gemeinsam mit dem Architekturbüro a+r Architekten GmbH Tübingen/Stuttgart den Bereich überbauen würde, auf dem bisher die Baracken standen. Dieses neue und attraktive Wohngebiet soll am Übergang zur Landesgartenschau 2024 nicht nur planerisch und baulich, sondern auch durch seine Außenanlagen zukunftweisend sein. 

Die Aufgabe war, ein überzeugendes Konzept sowohl für den geplanten Nachbarschaftshof wie auch für die öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen zu entwerfen. Zu den Kriterien der Beurteilung gehörten unter anderem Fragen der Umsetzbarkeit, der Reproduzierbarkeit, also ob sich das Projekt auch andernorts wiederholen lässt, und der Dauerhaftigkeit. Wesentlicher Aspekt war das Thema Nachhaltigkeit unter anderem bei der Ausführung und den verwendeten Materialien. Der Ökologie sollte durch Klimafreundlichkeit und einen bewussten Beitrag zur Vielfalt von Flora und Fauna (Stichwort: Biodiversität) über die Bepflanzung Rechnung getragen werden. Und schließlich spielten Fragen der Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Das Büro Stefan Fromm habe alle diese Punkte in hervorragender Weise erfüllt und kongenial das städtebauliche Konzept ergänzt, sagte Norbert Tobisch, einer der drei Geschäftsführer des Siedlungswerks im Anschluss an die Sitzung des Preisgerichts. 

Der Siegerentwurf legt unter dem Namen „Wangener Gartenbausteine“ ein modulares Baukastensystem zugrunde. Für die Gärten der Reihenhäuser gibt es mehrere Vorschläge, die mit „Familiengarten“, Grünes Zimmer oder Obst- und Gemüse-Garten beschrieben werden können. So gehört beim Familiengarten selbstverständlich ein Sandkasten dazu, im grünen Zimmer ein Terrassendeck, und Obst- und Gemüse sollen in kreativ angeordneten Beeten gedeihen. 

Die Mehrfamilienhäuser sollen mit der Landschaft und dem Gebiet der Landesgartenschau 2024 durch einen Heckenriegel mit Sitzgelegenheiten verknüpft werden. Auf allen Dächern der Reihenhäuser sind Terrassen vorgesehen, bei den Mehrfamilienhäusern auch eine Pergola. Und schließlich soll Grün auch die Fassaden und Nebengebäude bedecken.

Das Siedlungswerk hat sehr große Erfahrung bei der Planung und dem Bau von solchen Großprojekten. Allein zurzeit sind 1123 Wohneinheiten im Entstehen, bei einer Gesamtnutzfläche von insgesamt 100.000 Quadratmeter, wie Tobisch sagte. Das entspricht der Fläche von mehr als 14 Fußballfeldern. Der Markenkern des Unternehmens sei der Bau von Wohnquartieren, die jeweils hälftig zur Miete und zum Kauf geplant sind. Ziel sei es, Nachbarschaften zu schaffen, in denen sehr unterschiedliche und vielfältige Menschen leben. So soll es auch in Wangen sein. Der Begrünung kommt dabei eine verbindende Aufgabe zu, die Nachbarn einander näherbringen soll. „Wir erhoffen uns von dieser Art des Bauens und der Gestaltung, eine Vorbildfunktion in der Region zu übernehmen“, sagt Tobisch. Er dankte dem Vorsitzenden des Preisgerichts, Jörg Sigmund, Landschaftsarchitekt in Grafenberg, für seine „feinfühlige Sitzungsleitung“ und Oberbürgermeister Michael Lang als Gastgeber.  OB Lang bedankte sich im Namen der Stadt Wangen bei den drei Geschäftsführern des Siedlungswerks, Jürgen Schilbach, Siegfried Apfel, Norbert Tobisch, für ihr besonderes Engagement in dieser Sache. Denn es sei nicht selbstverständlich, dass ein Bauherr allein wegen des Grüns einen Wettbewerb organisiere, und dann auch mit allen Geschäftsführern an der Auswahl teilnehme.