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Einfach Ankommen
und Wohlfühlen
Samstag, 24. November 2018

Spannende Einblicke in die Arbeit im Bundestag

Voller Begeisterung sind die Jugendgemeinderäte von ihrer Reise nach Berlin zurückgekommen, wie sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums zeigte.

Und nicht nur sie – auch fünf Frauen von BoRa, jener Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu interessieren, waren sehr angetan, wie Gemeinderätin Ingrid Detzel sagte.

Vier Tage dauerte die Reise in die Hauptstadt auf Einladung von Bundestagsabgeordneter Agnieszka Brugger, wobei zwei davon fast komplett mit An- und Abreise gefüllt waren. Die beiden übrigen Tage waren gespickt mit einem anspruchsvollen Programm. An beiden Vormittagen ging es zunächst mit dem Bus auf verschiedenen Routen durch die Stadt. Dann folgte zunächst ein knapp zweistündiges Informationsgespräch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nach dem Mittagessen ging es zum Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweise. Am zweiten Tag des Aufenthalts stand ganz im Zeichen der Arbeit der Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Nach der Rundfahrt besuchte die Gruppe aus Wangen die Bundesgeschäftsstelle Bündnis 90 / Die Grünen, am Nachmittag schloss sich an einen knapp einstündigen Besuch einer Plenarsitzung eine Diskussion mit Agnieszka Brugger an. 

Sitzung des Bundestags hinterlässt großen Eindruck

In der von JGR-Vorsitzendem Jakob Glatzel geleiteten Feed-back-Runde zeigte sich, dass die Aussprache im Plenarsaal des Bundestags den größten Eindruck bei den Jugendgemeinderäten hinterlassen hatte. Thema der Aussprache war die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen in Deutschland, wobei die Dieselfahrverbote und die Breitbandversorgung im Mittelpunkt standen. Interessant sei es gewesen zu sehen, wie unterschiedlich die Politiker der verschiedenen Richtungen „drauf sind“. Irritiert hatten die jungen Leute festgestellt, dass die Diskussionskultur im Bundestag eine völlig andere ist, als jene, die sie unter sich pflegen. Viele Abgeordnete wurden am Handy gesehen, während vorne geredet wurde. Das heiße jedoch nicht, dass sie einfach chatten, sagte ihnen später Agnieszka Brugger. Da werde viel nebenher gearbeitet. Das Gespräch mit der Abgeordneten blieb allen in sehr guter Erinnerung – auch weil sie offenkundig sehr gut vorbereitet war und über die Delegation aus Wangen sehr viel wusste.

Während der Reise traf die Gruppe auch mit Reisenden in Sachen Politik aus anderen Städten in der Region zusammen. So seien sie beispielsweise von Teilnehmern aus Überlingen und Bad Wurzach sehr für ihren Einsatz gelobt worden. Einig war sich die Gruppe auch, dass sie als Team besser zusammengewachsen seien. Der JGR-Vorsitzende Jakob Glatzel sagte, für sie alle sei die Reise „sehr cool“ gewesen. Da alle aus der Kleinstadt kommen, hätten sie so auch das Leben in der Großstadt ein bisschen kennengelernt. Seither informiere er sich selber mehr über das, was im Bundestag läuft. Das Programm sei sehr gut organisiert  und das Zusammentreffen mit Agnieszka Brugger sehr interessant gewesen. Ein dickes Lob gab es für die Gruppe von Ingrid Detzel und der für die Jugendarbeit verantwortlichen Alexandra Müller. „Es war mega-chillig mit euch zu arbeiten. Ich konnte mich immer auf euch verlassen“, sagte sie.