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Dienstag, 24. November 2015

Staatssekretär Pronold zeichnet Erba als „Premiumprojekt“ aus

Eine Plakette steht für das Sanierungsgroßprojekt, das in Berlin als "Projekt von nationaler Bedeutung" angesehen wird.

Florian Pronold (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, hat bei einem Kurzbesuch in Wangen im Allgäu Bürgermeister Ulrich Mauch die Plakette „Premiumprojekt“ für die Erba übergeben.

Denn ein so genanntes „Premiumprojekt“ ist das Gelände nach Meinung der Jury, die die Wangener Industriebrache in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen hat. Pronold zeigte sich sehr angetan von dem Projekt. „Es ist etwas, wo wir die Stadt wieder lebendig machen“, sagte er. „Deshalb verdient es zu Recht den Titel Premiumprojekt.“ Dass Wangen eine sehr große Konkurrenz hatte, weil sich viele andere Denkmale ebenfalls um Mittel aus dem Bundesprogramm bewarben, machte der Staatssekretär ebenfalls deutlich. Das Programm, aus dem der Stadt im Januar eine Million Euro übergeben werden, sei 19 Mal überzeichnet gewesen. 50 Millionen Euro wurden insgesamt ausgeschüttet.

In welch illustrem Kreis von Projekten sich die Erba befindet, erläuterte Pronold sehr gerne. Von Unesco-Welterbestätten über den Neubau eines jüdischen Zentrums bis hin eben zur Industriearchitektur im ländlichen Raum reicht der Bogen. Die Erba sei deshalb besonders reizvoll, weil hier sehr unterschiedliche Aspekte des Lebens existierten: Arbeit, Wohnen, Freizeit, Leben, sagte Pronold. Außerdem wollte die Jury nicht nur Projekte in den großen Städten fördern, sondern ganz gezielt auch auf dem Land. „Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2024 und den Finanzierungsmöglichkeiten von dieser Seite sehen wir unheimliche Entwicklungsmöglichkeiten, die sich auch positiv auf den Tourismus auswirken können“, sagte er.

„Viele gute Gründe also, um die Erba zu fördern“, fasste der SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Biberach, Martin Gerster, zusammen, der den rund 30-minütigen Kurzbesuch von Staatssekretär Pronold ermöglicht hatte. Die Zeit reichte, um den Bereich der „Neuen Mitte“ beim Lindenhofpark anzuschauen und einen kurzen Überblick über das Gesamtprojekt zu geben. Architekt und Landschaftsplaner Axel Lohrer vom Büro Lohrer.Hochrein aus München erläuterte dem Staatssekretär vor Ort, wie sich der Bereich entwickeln soll. Stadtplanerin Melanie Griebe gab einen kurzen Überblick über das 80.000 Quadratmeter große Gesamtprojekt.

Bürgermeister Ulrich Mauch dankte Pronold für die Auszeichnung der Erba und die Aufnahme in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Sein Dank ging auch an Martin Gerster, dessen Wahlkreis kurz vor Wangen endet. Dennoch, so Mauch, „fühlen wir uns von Ihnen immer gut in Berlin vertreten“, sagte er.

BU

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär (SPD, rechts), überreicht Bürgermeister Ulrich Mauch (links) die Plakette seines Ministeriums, mit der die Erba als „Premiumprojekt“ im Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ ausgezeichnet wird. Über die Förderung freuen sich auch der SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Biberach, Martin Gerster (Mitte) und der SPD-Landtagskandidat im Wahlkreis Wangen-Illertal, Christian Röhl (Hintergrund). Foto: Stadt Wangen / Christoph Morlok