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Sonntag, 18. August 2019

Stadt beteiligt sich an Weltfairänderer-Woche

Eine knappe Woche hat sich das Berufliche Schulzentrum BSW mit Fragen beschäftigt, wie die Welt eine bessere werden kann. Die Logistik und viele Ideen dazu stellte der Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ). Am Ende stand eine kurzweilige Abschlussfeier mit Musik von „Jazz Pool“ und prominenten Rendnern.

Mit sehr großem Erfolg hatten die Weltfairänderer eine Schulwette betrieben, bei der Plastikdeckel eingesammelt wurden. Am Ende waren es mit 43 395 so viele, dass mit deren Erlös 87 Kinder gegen Kinderlähmung geimpft werden können. Für diesen Einsatz zollte Landrat Harald Sievers Applaus. „Ich bin sehr stolz, darauf, dass sich eine Kreisschule als Fairtrade Schule positioniert“, sagte er und verwies darauf, dass auch der Landkreis das Fairtrade Siegel anstrebe.

Großes Lob für das gesamte Projekt kam vom Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Michael Lang. „Es ist toll, dass sich eine wirtschaftlich ausgerichtete Schule auch sozial engagiert, um den ‚Weltfairgedanken‘ weiterzuentwickeln“, sagte er bei der Abschlussfeier. Alle seien gefordert, um die Welt besser zu machen. „Viele kleine Dinge können etwas Großes ergeben“, sagte Lang. Vieles könnte sich verbessern, wenn die Menschen mit Bedacht und rücksichtsvoll durchs Leben gingen. Die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger beglückwünschte die Schule zu einem Jahr als Fairtrade Schule und hob hervor, dass es wichtig sei, sich immer wieder zu hinterfragen, wie man lebt. Sie hatte zuvor einen Workshop mit Schülerinnen und Schülern der 11b gemacht.

Schulleiter Patrick Well nahm sehr gerne die Vorschläge zur Verbesserung der Schule entgegen, die von Schülerinnen und Schülern bei Rundgängen im Gebäude erarbeitet worden waren. Darunter waren Wasserspender, die Umstellung auf Stoffhandtücher, Papier nur doppelseitig bedrucken und nur so viele Kopien machen, wie nötig. Die Mülltrennung sollte nach Meinung der Schüler verbessert werden und statt Plastik- sollte es beim Bäcker Glasflaschen geben. 

Die Stadt Wangen hatte sich gleich zu Beginn der Weltfairänderer-Woche gleich doppelt engagiert. Gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen von Green City Experience (GCX)präsentierte sie das Thema Bürgerbeteiligung in der Erba „Nextgenerba“. Dabei wurde das Stadtentwicklungsprojekt in der ehemaligen Spinnerei bei einer Führung vorgestellt. In zwei Workshops im Comptoir-Gebäude erarbeiteten Schüler und GCX-Moderatoren, wie man Veranstaltungen in der Erba mit fairer Verpflegung und möglichst wenig Müll veranstalten könnte. Anschließend konnten die Teilnehmer und viele andere Schülerinnen und Schüler im Fairtrade-Café an einem Computer direkt an der Online-Befragung teilnehmen, und damit auch ihre Ideen für „Nextgenerba“ einspeisen, wie das Pförtnergebäude und die Festwiese für junge Menschen attraktiv gemacht werden könnten. 

Parallel zu dieser Veranstaltung unterrichteten Bernhard Baumann und Sonja Opfermann, beide bis vor Kurzem Lehrkräfte an der BSW, eine Schulklasse in Sachen Fairtrade Town im Wangener Rathaus. Dabei ging es unter anderem um solche Fragen: Wie wird eine Stadt Fairtrade Town? Was bewirkt es? Wie kann es weitergehen?