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Dienstag, 26. März 2019

Stadt sorgt beim Pflaster für Verbesserung

Beim Bürgerspaziergang hat Oberbürgermeister Michael Lang die Haltung der Stadt zum Thema Straßenpflaster erläutert und erklärt wie vorgegangen wurde und wird. Noch in dieser Woche soll die Altstadt besandet werden.

„Das Bild der historischen Wangener Altstadt wird unter anderem geprägt durch das Straßenpflaster“, sagte OB Lang. „Wenn man sich die Altstadt ohne Pflaster vorstellt – wer würde sie dann schön finden?“ Seine Frage blieb ohne Widerspruch. „Wenn man vom Wangener Pflaster spricht, dann muss man zuerst einmal schauen, welches Pflaster man damit meint“, sagte er. So liegen in der Bindstraße zwei verschiedene Pflasterarten. Sie wurde in drei Abschnitten zwischen 2014 und 2017 saniert. Für ihre Planungen holte sich die Stadt Rat bei Betroffenen und ihren Vertretern. In der Fahrbahn wurde das alte Straßenpflaster verlegt, in den Fußgängerbereichen liegt Kleinpflaster. Dasselbe kleine Pflaster dient auch dazu, die Querung im Bereich des Kornhauses angenehmer zu machen. „Solche Querungshilfen sind nun auch in anderen Bereichen angedacht“, sagt Tiefbauamtsleiter Peter Ritter.

Im Sinne der Barrierefreiheit wurden bei der Sanierung der Bindstraße die Gehwege abgeschafft. Damit fiel auch die Bordsteinkante weg, die für Gehbehinderte eine Hürde ist. Auf die Bedürfnisse von Sehbehinderten wurde mit der Verlegung von großen glatten Flächen an den Kreuzungen und Querungen eingegangen, wie OB Lang ausführte.

„Die Stadt hat das Kleinpflaster gekauft, nicht das Straßenpflaster“, sagte er. Die dicken, hellen Steine liegen seit rund 120 Jahren in den Fahrbahnen in der Stadt, wie Archivar Dr. Rainer Jensch sagt. „Das Kleinpflaster lag bis zum Kauf durch Wangen in der Autobahnauffahrt zur Ratsstätte Gruibingen auf der Schwäbischen Alb. In den 1930er Jahren wurde es mit Teer zugedeckt. Es wurde erst bei der Sanierung der Rastanlage gefunden“, erläuterte Lang.  

Mit dem Kauf  zog die Stadt Wangen die Konsequenz aus einer Diskussion über das im Jahr 2008 in der Schmiedstraße verlegte glatte Pflaster. Man hatte sich damals unter anderem für diese Steine wegen ihrer Oberfläche entschieden, musste aber später feststellen, dass nicht klar ist, unter welchen Umständen sie in China hergestellt wurden. „Um für die Zukunft auszuschließen, dass Pflastersteine unter menschenunwürdigen Bedingungen womöglich mit Kinderarbeit produziert werden, wurde entschieden, das gebrauchte Pflaster zu kaufen“, sagte Lang. Zudem werden auf diese Weise lange Transportwege vermieden, was dem Klimaschutz dient.

Zu den neuralgischen Punkten in der Stadt gehören laut OB Lang zurzeit das Kornhausgässle und das Adlergässle. Das Pflaster dort ist bucklig und entsprechend schwer begehbar. Dort soll möglichst schnell Abhilfe geschaffen werden. „Wir hoffen, wir können das Kornhausgässle mit der Sanierung der Karlstraße verbinden“, sagt Peter Ritter. Somit würde dort voraussichtlich im Sommer gebaut. „Wenn wir wegen der Verbesserung von Adlergässle und Kornhausgässle sowie dem Einbau weiterer Querungshilfen in der Altstadt vermehrt Kleinpflaster verlegen, müssen wir uns für die Karlstraße Alternativen überlegen. Sonst könnte unser Bestand nicht ausreichen“, sagt Peter Ritter.  „Sollte dies so sein, müssten wir uns Alternativen für die Karlstraße überlegen.“

Besandung kommt 

Die Qualität der Bindstraße soll umgehend verbessert werden, indem ab Donnerstag, 28. März 2019, wieder gesandet wird. Der Sand wird die Fugen zwischen den Steinen füllen und damit für eine glattere Fläche sorgen.